Bäume pflanzen wie der Profi

Bevor es an die Pflanzung eines Baumes geht, sollten Sie den Standort gut wählen, denn Bäume werden sehr groß und langlebig. Eine Umpflanzung ist im besten Fall auch zu vermeiden.

Noch bevor Sie sich an die Einpflanzung der Bäume in Ihrem Garten machen, sollte der passende Standort gewählt werden. Oder umgekehrt: Für den jeweiligen Standort ist die, in Sachen Wuchsgröße und Wuchsform (säulenförmig, breitkronig, Hängeform etc.) richtige Sorte zu wählen. Da man mit dieser Entscheidung mitunter 20 oder 30 Jahre lang leben muss, ist es wichtig, hierfür die entsprechende, professionelle Beratung einzuholen.

Grube und Austopfung

Der Durchmesser der Baumgrube sollte doppelt so groß sein, wie jener des Ballens der Pflanze. Die Tiefe sollte dem Topf oder Ballen entsprechen, wobei die untere Fläche einen halben Spaten tief aufgelockert werden muss. So kann das Wasser gut versickern und die Bildung von Staunässe (etwa aufgrund eines verdichteten Horizonts im Boden, entstanden durch die Humusierung des Gartens) verhindert werden.

Bei der Austopfung müssen die teilweise verdrehten Wurzeln im unteren Bereich aufgelockert werden, damit die Pflanze entsprechend gut in den vorhandenen Boden hinein wurzeln kann. Das Pflanzungsniveau sollte so gestaltet werden, dass die Oberkante des Ballens knapp über dem Niveau des umliegenden Erdreichs liegt. So steht der Baum leicht überhöht, wächst besser und wirkt natürlicher.

Shutterstock.com/janaph © Shutterstock.com/janaph

Richtiges gießen besonders wichtig

Die Pflanzenerde sollte in der Baumgrube mit der vorhandenen Erde abgemischt und festgedrückt werden. Steht die Pflanze, wird aus der übrigen Erde ein Wall gebildet, in dem das Wasser beim Gießen stehen bleiben und direkt bei den Pflanzenwurzeln versickern kann. Es ist wichtig, dass es nahe beim Stamm versickern kann, andererseits würde die Pflanze beim Gießen zu wenig Wasser abbekommen.

Solange die Pflanze noch nicht völlig ausgetrieben hat, und es im Sommer noch nicht richtig heiß ist, sollte man nicht zu viel gießen – ein bis zwei Mal wöchentlich reicht. Pro Gießgang sollte immer die gleiche Menge Wasser gegeben werden. Bei kleineren bis mittelgroßen Bäumen sind das ca. zwei Gießkannen pro Gießgang, bei großen Bäumen bis zu 15 – dies aber nur ein Mal pro Woche. So kann das Wasser ausreichend tief zu den Wurzeln sickern.

Shutterstock.com/Agata Dorobek © Shutterstock.com/Agata Dorobek

Gute Bodenverankerung

Die Verankerung des Baumes ist wichtig, um ihn gegen Wind zu schützen. Idealerweise erfolgt sie mit einer Juteschnur, die um den Stamm des Baumes gewickelt wird, wodurch die Bildung von Scheuerstellen verhindert wird. Die Verankerung muss auch kontrolliert und möglicherweise erneuert werden – wächst der Stamm, könnte es zu Verengungen kommen und der Baum in Folge absterben.

Ganz zum Schluss muss der Baum mit zwei Gießkannen Wasser gegossen werden, damit sich das Erdreich schön setzt und zwischen Ballen und Erdreich keine Luftblasen bleiben.


AutorIn:

Datum: 16.04.2015

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Pflanzen

Wunderschöne Blumensträuße aus dem eigenen Garten, und zwar Woche für Woche, die ganze Saison lang. Mit unseren Pflückgarten-Tipps holen Sie sich künftig duftende Blütenpracht auf den Küchentisch.

Haben Sie Topfpflanzen im Bad stehen? Das spezielle Klima in diesem Raum und die Licht- und Luftverhältnisse verlangen unseren grünen Freunden ja so einiges ab. Wie Sie aus Ihrem Bad ein kleines Dschungelparadies machen, erfahren Sie hier.

In der Natur wachsen Kräuter, Obst, Gemüse und andere Pflanzen auch nicht in eigenen, abgetrennten Beeten als Monokulturen. Durchmischung birgt viele Vorteile – auch in Ihrem Garten. Was womit kann und warum.

Ohne gutes Werkzeug macht die Gartenarbeit nur halb so viel Spaß. Besonders bei den Gartenscheren sollten Sie auf Qualität achten! Hier ein paar wichtige Tipps für Sie.

Er besticht vor allem durch seinen betörenden Duft und seine satten Farben. Der Lavendel erfreut als unkomplizierte Zierpflanze unsere Sinne. Ganz nebenbei ist er auch eine wunderbare Heilpflanze.

Er ist der Zierstrauch schlechthin in unseren Gärten und jedes Jahr zu Frühlingsbeginn betört er mit seinem intensiven, wunderbaren Geruch. Hier ein Überblick über die Fliederarten und seine Pflege.

Farne kommen vor allem in feuchten Wäldern, an Bachufern oder in Felsspalten vor. Warum die klassische Wildpflanze aber auch in unseren Gärten nicht fehl am Platz ist? Wir sagen es Ihnen.

Kaum ist der Winter vorbei, sprießt es an allen Ecken und Enden. Doch die meisten Pflanzen befinden sich um diese Zeit noch in Knospe. Allein die Frühlingsblüher erfreuen uns schon jetzt mit ihrer Farbenpracht.

So beliebt die Rosen, so aufwändig auch ihre Pflege. Besonders gilt das für Rosen in Pflanzkübeln und -trögen, die gerne auf Balkonen, Terrassen oder Vorgärten platziert werden. Wir haben die besten Tipps.