Pflege und Wuchs von Edelrosen und Beetrosen

Die Rose ist seit Jahrhunderten eine der beliebtesten Gartenblumen überhaupt Heute ist sie seltener Flächenpflanze als Einzelpflanze im Beet. Die beiden Hauptsorten sind die Edelrosen und die Beetrosen.

Rose ist nicht gleich Rose! Vielmehr unterscheidet man in zwei Hauptgruppen, nämlich Edelrosen und Beetrosen, die dann wiederum zig Untersorten haben. Edelrosen bringen nur eine Blüte auf jedem Stängel hervor, bei den Beetrosen hat ein Trieb oft auch vier oder fünf Blüten, sie erscheinen entsprechend buschiger. Edelrosen bieten sich besonders gut für den Schnitt an, frisch geschnitten halten sie oft bis zu zwei Wochen in der Vase.

Praskac Pflanzenland © Praskac Pflanzenland

Moderne Edelrose 'Cherry Brandy'

Wuchs und Schnitt

Edel- und auch Beetrosen haben eine Wuchshöhe von 70 bis 120 cm, wachsen sehr buschig und können gut geschnitten werden. Insbesondere die Beetrosen haben eine sehr lange Blütezeit, da die einzelnen Knospen der Reihe nach aufblühen. Schneiden Sie die Verblühten rechtzeitig heraus, so kann die Zeitspanne der Blüte zusätzlich verlängert werden. Auch geht bei den modernen Sorten geht die Züchtung dahin, eine über mehrere Monate dauernde Blütezeit zu erhalten, wobei es natürlich zu entsprechenden Schwankungen kommen kann: Im Mai oder Juni gibt es die erste, intensive Hochblüte, auf den Rückschnitt folgt dann ein kleines Zeitloch, und darauf – je nach Witterung – die Blüte bis in den September oder Oktober.

Praskac Pflanzenland © Praskac Pflanzenland

Moderne Edelrose 'Charming Rose'


Nachdem die Blüte abgeblüht ist, sollte sie umgehend zurückgeschnitten werden, da sie ansonsten sehr viel Kraft für das Ausbilden der Samen benötigt und nicht mehr so reich blüht. Dazu schneidet man ungefähr zwei bis drei Augen unter der Blüte ab, damit sie dann an ebendieser Stelle wieder austreiben kann.

Die Hochstammrose ist an und für sich eine normale Rose - mit dem Unterschied, dass sie zwei Mal veredelt wird. Die Pflanze erhält eine Veredelung für den Stamm, und im Folgejahr wird dann die Krone veredelt, die schließlich die gewünschte Farbe und Blütensorte hat. Diese Pflanzen haben den Vorteil, dass sie in Blumenbeeten als kleine Bäumchen verwendet werden kann und man darunter Platz hat, um andere Rosen (Beetrosen oder Bodendeckerrosen) zu pflanzen bzw. diese Fläche mit Blütenstauden wie Lavendel, Rittersporn oder Astern zu füllen.

Nur gesunde Blumen sind schöne Blumen

Bei der Rosenzüchtung ist in letzter Zeit sehr viel Entwicklungsarbeit geleistet worden: Wurde früher das Hauptaugenmerk auf Duft, Blütenreichtum und Wuchsfreudigkeit gelegt, so ist mittlerweile der Aspekt der Gesundheit der Pflanze dazu gekommen, um diese gegen Erkrankungen resistent zu machen. Umfangreiche Testes in Deutschland versehen Pflanzen mit dem so genannten ADR-Zeichen, das dem Kunden gewährleistet, eine absolute Top-Pflanze zu bekommen.


AutorIn:

Datum: 10.03.2016

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Pflanzen

So beliebt die Rosen, so aufwändig auch ihre Pflege. Besonders gilt das für Rosen in Pflanzkübeln und -trögen, die gerne auf Balkonen, Terrassen oder Vorgärten platziert werden. Wir haben die besten Tipps.

Der letzte Frost ist vorbei, der Winterschutz von den Rosensträuchern entfernt. Jetzt geht es an die erste wichtige Pflege, den Rückschnitt Ihrer eleganten Blumenlieblinge. Hier die besten Tipps.

Kaum ist der Frühling da, kann mit der Anzucht von Saatgut begonnen werden. Aber nicht gleich draußen im Freien! Jungen Pflanzen tut es gut, im geschützten Raum zu keimen. Wir zeigen Ihnen die besten Tricks.

Seit 1994 schon wird in Österreich jedes Jahr ein Baum des Jahres gekürt. Vergeben wird die Auszeichnung vom Lebensministerium gemeinsam mit dem Kuratorium Wald. Für 2017 wurde der Wacholder auserkoren.

Was im Lebensmittelbereich längst gang und gäbe, fehlte im Gartenbau bislang: klare Rückstands-Grenzwerte von Pestiziden, reglementiert durch den Gesetzgeber. bellaflora und GLOBAL 2000 wurden nun selbst aktiv.

Zünsler und Triebsterben haben dem Buchsbaum in den letzten Jahren stark zugesetzt. Aus immer mehr heimischen Gärten und Vorplätzen mussten die kranken, welken Sträucher entfernt werden. Doch es gibt gute Alternativen.

Auch der Innenausbau und die Einrichtung Ihres Wintergartens sollten gut geplant sein. Warme Wintergärten eignen sich besonders gut als Pflanzhaus.

Der winterliche Garten kann auch bunt sein. Zahlreiche Winterblüher erfreuen das Gärtnerherz in den grauen Monaten, so sie rechtzeitig im Jahr gesetzt wurden. Hier ein Überblick über die beliebtesten Winterblumen.

Sie wird als „der Brotbaum der Forstwirtschaft“ bezeichnet und ist der mit Abstand am häufigsten vorkommende Baumart in den heimischen Wäldern. Die Fichte – geliebt und verflucht zugleich.