Gartenerde - Schöner Rasen braucht guten Untergrund

Jeder Rasen-Boden sollte zuallererst einmal tiefgründig und reichlich mit Humus versorgt sein. Sollte er - wie so oft - durch große Belastung stark verdichtet sein, ist eine maschinelle Untergrundlockerung notwendig

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Unverzichtbar bei der Bodenvorbereitung - die gute, alte Gartenkralle

Ein eventuelles Geländeprofil sollte vor Bearbeitung mit der schweren Fräse angelegt werden, wobei besonderes Augenmerk auf den Abfluss von Regenwasser zu legen ist. Empfehlenswert ist ein leichtes Gefälle von ca. 2 % zu angrenzenden Blumenbeeten hin bzw. ein Abfallen des Bodens von angrenzenden Mauern.

Eine mehr als 15 prozentige Neigung sollte vermieden werden, vor allem um späteres Mähen nicht unnötig zu erschweren.

Oberboden trifft auf Unterboden

Nun müssen eventuell vorhandene Unkräuter entfernt werden, wobei große Pflanzen mit kompaktem Wurzelsystem (Brennnessel, Löwenzahn, Sauerampfer) mit einem Spaten ausgestochen werden können. Kleinere Unkräuter können nur mit einem Herbizid bekämpft werden, wofür allerdings bis zu vier Wochen zu veranschlagen sind.

Nun wird der Oberboden verteilt, der locker, feinkrümelig, nicht zu schwer und in Bezug auf Wasserspeicherung und Wasserdurchlässigkeit ausgewogen sein sollte. Die ideale Bodenart für einen Rasen ist sandiger Lehmboden, oder humoser, lehmiger Sandboden.

Dementsprechend muss bei zu sandigem Boden organische Masse (Rindenhumus, humose Gartenerde, Kompost), bei lehmigen oder stark humosen Böden gewaschener kalkfreier Sand (z.B. Quarzsand, siehe Kasten links) eingearbeitet werden. Aus angelieferter Erde müssen Unkraut und grobe Teile entfernt werden.

Spiel mit den Ebenen

Um eine völlig gleichmäßige Rasenfläche zu erhalten, müssen vor der Bodenverteilung Höhenmarkierungen gesetzt werden. Dazu werden kleine Pflöcke in den Boden geschlagen, an denen, ausgehend von einem zuvor festgelegten Nullpunkt, unter Berücksichtigung der Geländeneigungen mit einer Wasserwage die Höhen markiert werden. Die Pfähle werden vor der Aussaat wieder entfernt.

Besonders einfach geht's mit einer Laser-Wasserwaage - ab ca. 20 Euro ist man hier dabei. Vor dem Aufbringen der mindestens 15 cm starken Rasentragschicht wird der Untergrund aufgelockert und mit einem Holzrechen oder Krail abgezogen und grob eingeebnet. Die Rasentragschicht wird mit einer Schubkarre verteilt, deren Raddruck durch ausgelegte Bretter verteilt werden muss.

Um ein unregelmäßiges Setzen des Oberbodens zu vermeiden, sollte darauf geachtet werden, dass die Erde möglichst gleichmäßig verteilt wird, ein aufrecht geführter Holzrechen ermöglicht das Ausgleichen entstandener Hügel und Täler. Anschließend wird mit parallel zum Boden verlaufender Zinkenstellung vorplaniert.

Vorsicht, Hindernisse!

Die Anschlüsse der Grasnarbe an Wege, Gartenabgrenzungen, Schachtabdeckungen, versenkbare Beregnungsanlagen etc. müssen so gestaltet werden, dass die Messer des Rasenmähers später nicht dagegenschlagen. Dazu muss der Untergrund - bei einer späteren Schnitthöhe von mindestens 3-5 cm - die Hindernisse um 2-3 cm überragen.


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Datum: 11.09.2010

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