Zierkirsche im Garten

Die Kirsche ist eine der größten Pflanzengruppen in Mitteleuropa und weltweit. Gerade bei uns erfreut sie sich sehr großer Beliebtheit - als Obstbaum, aber vor allem als Zierbaum.

Aus vielen heimischen Gärten ist der Kirschbaum nicht mehr wegzudenken. Zierkirschen sind besonders einfach in der Handhabung, pflegeleicht und nicht sehr wählerisch, was den Boden anbelangt. Sie können als kleine Sträucher oder Bäume vorkommen.

Von der Topfpflanze bis zum großen Baum

Die Zierkirsche bietet eine große Vielfalt an Blüten, Blütenfarben und Wuchsformen. Die Sorte Akkolade etwa (zart-triebige, feine Pflanzen, die meistens schirmförmig auseinander wachsen) zählt zu den zeitigst blühenden und kann mitunter schon im Jänner oder Februar ihre Blütenpracht zur Schau stellen. Sie ergibt einen sehr schönen, schattenspendenden kleinen Baum, unter dem auch perfekt ein Sitzplatz eingerichtet werden kann.

Shutterstock.com/suteracher © Shutterstock.com/suteracher

Neben den groß wachsenden Kirschen gibt es auch zahlreiche Zwergsorten, ideal geeignet für Balkone und Terrassen, wie etwa die Sorte February Pink, die extrem reich blühend ist und eine für Kirschen unüblich lange Blütezeit von bis zu drei Wochen hat. Säulenförmige Pflanzen mit dunkelrosa Blüten und einer Breite von etwa einem Meter sind ideal geeignet als Sichtschutz oder für engere Stellen. Die zweite große Gruppe der Zierkirschen sind die japanischen Blütenkirschen (Prunus serrulata) mit dickeren Trieben. Diese blühen etwa 2 Wochen später. Die gefüllten Blüten fallen nicht so leicht ab und halten etwas länger.

Formgebung durch Veredelung

Zierkirschen werden generell veredelt, das heißt sie werden nicht aus Samen vermehrt. Durch diese Vermehrungs­methode besteht die Möglichkeit, die Bäume in verschiedenen Stammhöhen zu produzieren. Das kann vom Strauch, der am Boden veredelt wird, über Halbstämmchen mit einer Stämmhöhe von einem Meter bis hin zu Bäumen reichen, die dem Bild des klassischen Kirschbaumes entsprechen. Die Wuchsgröße der Pflanze selbst bleibt immer gleich: So hat eine drei bis vier Meter hohe Sorte auch eine entsprechend große Krone, wird deswegen aber nicht wesentlich größer oder breiter.

Shutterstock.com/Marie C Fields © Shutterstock.com/Marie C Fields

Pflege kein großer Aufwand

In der Verwendung und Pflege sind Zierkirschen besonders einfach und stellen nur geringe Ansprüche. Sie wachsen in praktisch allen unseren heimischen Böden, ebenso in Töpfen. Ideal ist es, Zierkirschen regelmäßig zurück zu schneiden: So kann die Krone besonders buschig werden und mit vollen Trieben wieder austreiben. Beim Schneiden gilt es zu beachten, die Pflanzen nach der Blüte (also im Mai oder Juni) zu schneiden, damit sie dann entsprechend stark durchtreiben und schon im Sommer die Blütenknospen für den nächsten Frühling bilden können.


AutorIn:

Datum: 16.04.2014

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Pflanzen

Sie sind gelb, orange, messing- und kupferfarben oder tiefrot – die Herbstfärber erleuchten unsere Gärten in den trüben Monaten des Jahres und sind wunderbare Hingucker. Wir stellen Ihnen hier die wichtigsten vor.

Sie werden abgeholt, professionell verwahrt und gepflegt. Zahlreiche Gärtnereibetriebe bieten im Winter einen Rundumservice für Ihre empfindlichen Kübelpflanzen an.

Damit Sie im Frühjahr die bunte Pracht Ihrer selbst gezogenen Tulpen genießen können, muss bereits im Herbst dafür gesorgt werden. Die Tulpenzwiebel müssen noch vor dem Winter unter die Erde.

Was für viele HobbygärtnerInnen in den Wochen zwischen Sommerende und Herbstbeginn keine Rolle spielt, ist das Pflanzen. Dabei gibt es neben Ernten so einige Arbeiten im eigenen Garten, die eher zum Frühling passen.

Der Garten ist voll von Tieren, die krabbeln und fliegen. Viele davon sind im Kampf gegen Schädlinge unsere Verbündeten. Ob Ameisen, Ohrwürmer und Spinnen: Hier sind die „Guten“.

Blattläuse, Spinnmilben oder Schnecken – Schädlinge im Garten wollen wir nicht. Sie zerstören unsere Zierpflanzen oder bringen uns um unseren Ertrag beim Gemüsebeet. Wir stellen die schlimmsten Übeltäter vor.

Pflanzenschutz heißt, die Pflanze zu schützen. Um dies auf biologische Weise zu tun, sollten Sie die logischen Zusammenhänge in der Natur kennen und verstehen. Mit einem guten Pflanzplan können Sie so auch natürlich gegen Schädlinge und Schäden vorgehen.

Verdauung anregen und regulieren, Heißhungerattacken abwehren, entwässern, Stoffwechsel ankurbeln - unsere Gartenkräuter sind wahre Wundermittelchen, wenns ums Abnehmen geht. Finden Sie hier die wichtigsten "Diätpflanzen" und deren Wirkung.