Zwergobstbäume - Obst aus dem Kübel

Zwergobstbäume werden nicht viel größer als anderthalb Meter. Und Ziehen kann man im Kübel alles, was auch in der Erde geht. Mini-Obstbäume erfreuen sich großer Beliebtheit, gerade in begrenzten städtischen Gärten.

Sie brauchen ein ausladendes, stabiles Gefäß (ø 60 cm), am besten aus Holz, Stein oder Kunststein. Keramik-, Ton- oder Terracottatöpfe springen leicht, sobald sich die Wurzeln ausdehnen, und Kunststoff bietet keine gute Isolierung gegen extreme Temperaturen. Das Gefäß steht auf eigenen Füßen, damit die Abflusslöcher frei bleiben und keine Staunässe entsteht. Wasser, das sich unterm Topf sammelt, gefriert im Winter und schädigt die Wurzeln!

Für den perfekten Wuchs

Legen Sie Tonscherben als Drainage in das Gefäß und setzen Sie den Baum anschließend in lehmig humose Gartenerde oder gute Kübelpflanzerde, der Sie etwas Sand beifügen. Die Wurzeln sollten beim Einsetzen so beschnitten werden, dass sie zu allen Rändern des Gefäßes etwa 5 Zentimeter Platz haben. Verzichten sie auf Torf als Pflanzsubstrat und legen Sie stattdessen eine dicke Mulchschicht auf, damit die Erde nicht zu schnell austrocknet.

 
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Kübel-Bäume brauchen Pflege

Gießen Sie im ersten Jahr nur mäßig. Sobald der Baum richtig zu wachsen beginnt, sollte einmal am Tag gut gegossen werden. Mineralischer oder biologischer Dünger sollte bis spätestens August eingebracht werden. Weiters sollten Sie beachten:

  • Alle drei bis fünf Jahre umtopfen und Erde austauschen.
  • Vorsicht beim Wurzelschnitt! Werden dicke und kräftige Wurzeln zu stark beschnitten, kann der Zwergobstbaum kaum kräftige Äste bilden, und wird strukturell feingliedrig bleiben.
  • Nur bei Apfel- und Birnenbäumen müssen im Frühherbst alle diesjährigen Seitentriebe bis auf drei Blätter zurückgeschnitten werden, damit sich dort dann später die fruchtenden Kurztriebe bilden können.
  • Aprikosen, Feigen, Kirschen, Nektarinen, Pfirsiche und Pflaumen, die als Strauch oder kurze Halbstämme in Kübeln gezogen werden, sollten nicht geschnitten werden. Ausnahme: Seitentriebe, die eingekürzt werden, um das Bäumchen in Form zu halten.
  • Abgestorbene Äste sofort bis zum gesunden Holz zurück schneiden
  • Größere Baumwunden versorgen und mit Latex oder ähnlichem schließen.
 


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Datum: 30.06.2014

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