Chemische Desinfektion durch Chlor

Die Chlormenge wird nach gewissen Kriterien und Bestimmungen bemessen und darf ein gewisses Verhältnis nicht über- oder unterschreiten. Eine Dosierstation sorgt dafür, dass die diversen Hilfsmittel stimmig ans Wasser abgegeben werden.

Sauberes Wasser im Pool ist Grundvorraussetzung für ungetrübten und gesunden Badespaß. Am verbreitetsten ist die Methode, chlorhaltige Entkeimungsmittel zuzusetzen. Die Zugabemenge wird so bemessen, dass im Schwimmbeckenwasser bestimmte Chlormengen nicht über- oder unterschritten werden. Die Zugabe selbst erfolgt wiederum durch die Dosierstation; sollen Flockungsmittel und Entkeimungsmittel dosiert werden, ist diese Dosierstation mit einer Doppel-Regeldosierpumpe ausgestattet. Die Dosierstation gibt das Flockungsmittel vor dem Schnellfilter, das Entkeimungsmittel nach dem Schnellfilter in die Umwälzleitung. Es entsteht ideales Schwimmbeckenwasser, nahezu in Trinkwasserqualität. Das gereinigte, entkeimte Wasser strömt in das Schwimmbecken zurück.

Beständig auch unter Belastung

Auch bei starkem Badebetrieb bleib es klar und wird fortwährend von eingeschleppten Keimen und Krankheitserregern befreit. Die Zugabe von Flockungs- und Entkeimungsmittel kann anstelle einer Dosierstation auch von Hand erfolgen. Die Zugabe an chlorhaltigen Entkeimungsmitteln soll nur sehr gering sein, um Belästigungen des Badenden durch Chorgeruch oder gar durch Hautreizungen zu vermeiden.

Vor der Wahl des Flockungsmittels überzeugt man sich welcher Härtegrad im Frischwasser vorliegt. Meist wird Aluminiumsulfat für Härten aber 8º dH geeignet sein. Bei Härten unter 8º nimmt man allgemeinen Natriumaluminat.Die Zugabe soll stets in die Umwälzleitung vor dem Schnellfilter erfolgen, niemals in das Schwimmbecken selbst. Am vorteilhaftesten ist eine gleichmäßige Zugabe über eine Dosierstation. Wo diese fehlt, kann man sich helfen: Nach jeder Rückspülung gibt man Flockungsmitten in den Haar- und Fasernfänger der Umwälzpumpe, fördert den Inhalt durch die Umwälzpumpe in das Schnellfilter und lässt das Flockungsmittel bei abgeschalteter Umwälzpumpe etwa 30 Minuten auf das Filtermaterial einwirken. Anschließend ist etwas 15 Minuten auf „Erstfiltratablass“ zu schalten.

So wird dosiert

Dosierhöhe bei dieser Zugabeart: etwas 25 g pro cbm/.h Umwälzleistung, also z.B. 25 x 19 = 500 g bei Größe QRBK 19. Das Verfahren ist einfach, benötigt keine zusätzlichen Apparaturen, bringt jedoch durch den relativ langen Erstfiltratablass einen etwas größeren Wasserverlust und ist nicht so wirksam. Allerdings wird das Filterbett bei Schnellfiltern ohne Flockungsmittelzusatz stärker verschmutzt, so dass auch hier eine größere Wassermenge zur Rückspülung notwendig ist. Am Zulauf des Schwimmbeckens soll mindestens 0.8 mg/1 freies Chlor nachweisbar sein. Am Schwimmbeckenablauf 0,1 bis 0,25 mg/1 bei Normalbetrieb, 0,25 bis 0,5 mg/1 bei Spitzenbetrieb bez. 0,8 bis 1,5 mg/1 bei Kinderlähmungsgefahr. Die Dosierstation ist entsprechen einzustellen, für die Prüfung der Menge an freiem Chlor ist ein Wasserprüfgerät lieferbar.

Es funktioniert auch per Hand

Wenn in Privatbädern keine Dosieranlage vorhanden ist, wird Entkeimungsmittel stoßweise von Hand zugegeben. Die Zugabe sollte stets abends erfolgen. Der Chlorüberschuss soll am Abend etwa 5 mg/1 betragen. Morgens soll dann noch ein Chlorüberschuss von mindestens 2 mg/1 nachzuweisen sein. Das Schwimmbad sollte erst dann wieder benutzt werden, wenn der Gehalt an freiem Chlor auf ca. 1.0 bis 1,5 mg/1 zurückgegangen ist. Entkeimungsmittel sollten nie vor, sondern stets nach dem Schnellfilter entweder in die Umwälzleitung (durch eine Dosierstation) oder in die Zulaufrinne oder Schwimmbecken selbst (von Hand) zugegeben werden, da im Schnellfilter durch den angesammelten Schmutz eine unnötige Chlorzehrung bewirkt wird.


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Datum: 31.03.2010

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