Gartenteich selbst gemacht - die DIY-Anleitung

Im Zuge einer Gartenumgestaltung bietet sich die Möglichkeit, endlich den lang ersehnten Schwimmteich oder ein Biotop anzulegen. Wir sagen Ihnen, wie Sie das einfach selber erledigen können.

 

So ein Teich ist schon was Feines. Und wenn auch Sie sich nach Froschgequake und Plätschern sehnen oder sogar selbst ein paar Runden schwimmen möchten jeden Tag, können Sie die Wasseranlage mit ein wenig Geschick auch einfach selbst realisieren. Wir zeigen Ihnen hier, wie Sie Schritt für Schritt den eigenen Gartenteich anlegen.

Zuerst muss aber der passende Platz gefunden werden. Ein paar Tipps dazu: Die Standortwahl ist vor allem abhängig von der Gartengröße, eventuell vorhandener Hanglage und den Beschattungsverhältnissen. Außerdem spielt es eine Rolle, ob der Teich zum Schwimmen, als Fischrefugium oder als Biotop dienen soll. Grundsätzlich wären einige Stunden Schatten oder Halbschatten am Tag immer gut und Bäume sollten keine in „Laubfallnähe“ stehen.
Und so funktioniert‘s:

1. Schritt:

Legen Sie für die Standort- und Formbestimmung die Umrisse des Teiches mit dem Gartenschlauch oder einem Seil und/oder einigen Holzpflöcken fest.

2. Schritt:

Dann wird der Boden Schicht für Schicht abgegraben. Achtung: Bei der Tiefe des Aushubes ist zu berücksichtigen, dass Sumpf- und Flachwasserzonen später mit einer Kies- oder Teichsubstratschicht bedeckt werden. Außerdem müssen Sie darauf achten, dass die Teichränder immer gleich hoch sind, am besten mit einer Wasserwaage prüfen. Beachten Sie auch, dass die Uferböschungen nicht zu steil ausfallen, weil sich in den Vertiefungen sonst Faulschlamm bildet.

3. Schritt:

Entfernen Sie jetzt spitze Steine und Wurzeln aus der Grube, und bringen Sie am Grund eine Sandschicht ein, damit die Teichfolie nicht beschädigt wird.

4. Schritt:

Nun können Sie die Folie ausbreiten und über die Teichmulde ziehen. Schneiden Sie die Ränder so ab, dass etwa ein halber Meter übersteht. Damit die Folie nicht verrutscht, fixieren Sie diesen Überstand mit Steinen und Erde und treten Sie sie fest.

5. Schritt:

Der Teich wird nun befüllt. Erst mit Kies und Teichsubstrat und dann mit Wasser. Machen Sie das langsam und Drittel für Drittel, damit sich die Folie nach und nach selbst in die richtige Lage schieben kann.

6. Schritt:

Nun folgt der Endspurt. Geben Sie Teichkies auf den Grund des Wassers, bepflanzen Sie den Teich mit Unterwasserpflanzen in Senkkörben, bringen Sie eine Teichpumpe an und gestalten Sie den Teichrand mit Platten oder Pflanzen. Hier sind Ihrer Phantasie keine Grenzen gesetzt!

Alternative Fertigteich

Die großen Elemente aus hochwertigem Polyäthylen oder glasfaserverstärktem Kunststoff sind UV- und temperaturbeständig sowie bruch-, schlag- und formsicher. Es gibt sie in vielen Varianten bis zu einer Wassertiefe von einem Meter. Teiche in Fertigausführung werden in Modulbauweise hergestellt. Und auch diese können Sie selbst verarbeiten:

Das Becken kriegt ein Sandbett als Unterlage, daher müssen Sie zur Einbautiefe zehn Zentimeter Aushubtiefe rechnen. Ist das Teichbett fertig und mit der Wasserwaage eingeebnet, kann das Becken in die Grube. Die Oberkante sollte rund fünf Zentimeter unter dem Erdniveau liegen. Füllen Sie jetzt das Wasser ein. Nach etwa zwei Stunden hat sich der Untergrund gesetzt und Sie können mit dem Verfüllen der Hohlräume beginnen. Zwischendurch immer wieder prüfen ob die Lage waagrecht ist! Damit der Sand die Fugen völlig ausfüllt, wird er mit etwas Wasser eingeschlämmt. Dabei müssen Sie sorgfältig vorgehen, damit der äußere Wasserstand nicht über den inneren ansteigt, weil sonst das Becken aufschwimmt und neu eingebaut werden muss.

Was Sie brauchen:

  • Teichfolie
  • Schutzvlies
  • Sand
  • Spaten & Schaufel
  • Gartenschlauch, Richtschnur
  • Cuttermesser
  • Wasserwaage
  • Schubkarre


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Datum: 01.03.2018

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