Bauen Sie sich Ihr Gewächshaus selbst

Wie groß, wohin und aus welchem Material? Wie jedes Bauvorhaben muss auch die Errichtung eines Gewächshauses geplant werden. Wir haben die wichtigsten Fakten.

Die Maße eines begehbaren Gartengewächshauses reichen von 2,5 bis 20 und mehr Quadratmeter, in der Höhe sollte es mindestens zwei Meter messen. Für die durchschnittliche Nutzung bewährt sich eine Fläche von 6 bis 10 Quadratmetern. Achtung! Je nach Gemeinde und dazughöriger Bauordnung braucht man für Gewächshäuser von vier Quadratmetern aufwärts möglicherweise schon eine Baugenehmigung! Informieren Sie sich also, bevor Sie loslegen!

Sobald Sie Standort, Ausrichtung und Größe Ihres Gewächshauses festgesetzt haben, steht die Gründung an. Die Basis ist, wie für jedes Bauvorhaben, das Fundament. Gegossen aus Beton oder verschraubt aus Metall. Für kleinere Gewächshausmodelle werden meist Stahl- oder Aluprofile zu einem verstrebten Rahmen zusammengefügt und mittels Bodendübel bzw. Erdanker im Erdreich fixiert. Eine eingebrachte Splitschicht stabilisiert das Metallfundament.

Alu oder Holz?

Wählen können Sie grundsätzlich zwischen einer Konstruktion aus Aluprofilen oder einer aus Holz sowie zwischen Glas und Hohlkammerstegplatten aus Polycarbonat. Beide Varianten haben jeweils ihre Vor- und Nachteile: Aluminiumprofile (eloxiert oder lackiert) gibt es in unterschiedlichen Qualitäts- und Preisklassen. Sie sind aber grundsätzlich als maßhaltig, pflegeleicht und langlebig bekannt. Holz wirkt dekorativer und gediegener, ist aber pflegeaufwändiger. Entscheiden Sie sich für Holz, können Sie zwischen Modellen aus Kiefern- oder dem höherpreisigen kanadischen Zedernholz wählen. Holz muss in regelmäßigen Zeitabständen nachgestrichen werden und es „arbeitet“. Das heißt, es dehnt sich in der Hitze des Sommers aus und schrumpft im Winter. Dadurch können Risse entstehen, die dann anfällig für Schädlinge und Fäulnis sind. Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit in einem Gewächshaus könnten sich Türen und Fenster verziehen. Daher werden diese gelegentlich in Aluminium ausgeführt.

 

Glas versus Platten - Pro & Contra

Die Lichtdurchlässigkeit ist bei Glas (meist 4 mm) höher, als bei der Doppelkammerplatte (von 4 bis 12 mm) . Diese wirkt eher wie Milchglas, absorbiert etwas an Lichteinstrahlung und muss daher kaum beschattet werden. Bei der Temperaturkonstanz punktet die Hohlkammerplatte. Die Luft wirkt in den Kammern wie eine Isolierschicht und bietet daher im Raum bessere Wachstumsbedingungen. Einscheibenglas, wie es in Gewächshäusern üblicherweise verwendet wird, setzt die Pflanzen hohen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht aus. Ausgleich schafft eine Abschattung bei direkter Sonneneinstrahlung an heißen Tagen bzw. eine Heizung wenn es kalt ist. Auch bei der Haltbarkeit hat die Kammerplatte die Nase vorn. Sie ist schlag- und stoßsicher, pariert auch einen Ballwurf und lässt sich von herabfallenden Zweigen nicht beeindrucken. Glas hingegen verzeiht nichts, weder einen Steinschlag vom Rasenmäher noch einen Balltreffer. UV-beständig zeigen sich übrigens beide Materialien. Bei Transport und Montage kann Glas leicht zu Bruch gehen, das hochwertige Polycarbonat ist nicht nur leichter, daran kann sich auch niemand verletzen.

lumokajlinioj/shutterstock.com © lumokajlinioj/shutterstock.com

Günstige Alternative

Folienbespannungen sind die billigste Version und man kann sie einfach am Holzbalken annageln. Mehr Sinn macht die Folie aber bei der Tomatenhaube, einem Tomatenhäuschen oder dem Folientunnel.

 


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Datum: 27.05.2014

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