Fische, Frösche, Molche - Tiere im Teich

Ob Fische, Frösche oder Molche – ein Gartenteich ohne Tiere ist einfach nicht komplett. Doch nicht alle Arten vertragen sich untereinander. Wir erklären, worauf Sie bei der Besiedelung achten müssen und wer besonders gut mit wem kann.

Kaum ist der Gartenteich bepflanzt und mit Wasser gefüllt, würden wir ihn am liebsten sofort mit Fischen und Fröschen anreichern. Schließlich gehört für viele „Teich“ und „Tier“ zusammen. Vor allem Fische mit ihrer beruhigenden Wirkung sind bei Gartenteichfans hochgeschätzt. Aber Vorsicht: nicht alle Tiere vertragen sich untereinander – und nicht jeder Teich ist für jede Spezies geeignet.

Zierteich oder Naturteich?

Zuerst sollte die Frage geklärt werden, ob es sich bei Ihrer Anlage um einen Naturteich oder einen Zierteich handelt. In einen Naturteich gehören nämlich nur dann Fische, wenn der entsprechende Platz dafür vorhanden ist. Sonst kann sich kein ausgeglichenes Ökosystem einstellen.

tonyz20/shutterstock.com © tonyz20/shutterstock.com

Wenn Sie sich für einen Naturteich entschieden haben, müssen Sie sich nur zurücklehnen und abwarten - die Natur macht das schon. Als erstes wird Ihr Biotop von allerlei Insekten besiedelt werden. Neben den unliebsamen Mücken(-larven) gehören Wasserläufer und Libellen zu den ersten Ankömmlingen – womit sich auch gleich schon der erste Kreislauf in Gang setzt: Libellenlarven vertilgen den Mückennachwuchs. Bei wem im Frühling also viele Libellen herumschwirren, der muss sich zur Grill-Saison nicht mit unliebsamen Blutsaugern herumärgern.

Kröten, Frösche & Co

Im Gegensatz zu fliegenden Tieren, brauchen Amphibien da schon etwas länger. Zwar können sich schon nach ein paar Monaten die ersten Frösche, Kröten oder Lurche in ihrem neuen Zuhause ansiedeln, doch seien Sie nicht betrübt, wenn es erst nach einem Jahr bei Ihnen im Teich quakt und plätschert.

Während Frösche oder Molche das ganze Jahr im Wasser leben, kommen Kröten meist nur zum Laichen in den Teich. Sollte sich auch im Folgejahr kein Vierbeiner in Ihrem Teich ansiedeln, kann dies zwei Ursachen haben: Entweder ist ein weiteres Gewässer (aus dem die Tiere zu Ihnen rüber wandern könnten) schlichtweg zu weit weg, oder Ihre Anlage leistet den Ansprüchen nicht genüge (zu starker Sonneneinfall, zu sehr im Schatten liegend, schlechte Wasserqualität, nicht tief genug …). Fragen Sie am besten bei einem Gartenexperten nach und beheben Sie die Mängel. Unter keinen Umständen sollten Sie aus einem anderen stehenden Gewässer die Tiere entnehmen und bei Ihnen ansiedeln. Freilebende Amphibien stehen unter Naturschutz!

Ricky Davis/unsplash.com © Ricky Davis/unsplash.com

Welche Fische gehören in einen Gartenteich?

Goldfisch, Moderlieschen, Bitterling, Koi – das sind die Klassiker der Gartenteichfische. Weitere Arten sind Elritzen, Goldorfe, Grasamur und Zwergwels. Der Gemeine Sonnenbarsch oder der Dreistachelige Stichling sind ebenfalls gut im Gartenteich zu halten, sind aber Räuberfische, die die Jungtiere anderer Arten fressen. Daher sind die beiden Fischarten nur sinnvoll, wenn zum einen das Gewässer groß genug ist und zum anderen der Fischbestand an sich auf natürliche Weise reguliert werden soll. Für die überaus populären Kois sollte Ihr Teich aber mindestens zwei Meter tief sein – sonst wird es dem speziellen Karpfen im Winter zu kalt. Außerdem macht er sich am Pflanzenbestand zu schaffen, daher ist nur dickstängelige Botanik ratsam.

Teichgröße und Fischanzahl

Für welchen Fisch Sie sich auch entscheiden: bitte bedenken Sie, dass der Fischbesatz in einer eindeutigen Korrelation mit der Größe des Teiches steht. Als Faustformel gilt: auf einen Kubikmeter Wasser passt ein Fisch von 10 cm Länge. Ebenso wichtige Voraussetzung ist eine Mindesttiefe des Teiches. 100 cm sollten es schon sein. Besser 20 oder 30 cm mehr. Grund dafür ist die Faulgasbildung. Im Laufe der Zeit sammeln sich am Grund des Teiches abgestorbene Pflanzenteile (durchaus auch Laub der umstehenden Bäume), die bei ihrem Abbauprozess Faulgas entwickeln. Ist der Teich zu flach, und die Fische müssen im Winter wegen der Kälte oder einer zugefrorenen Oberfläche nach unten ausweichen, ersticken sie im sauerstoffarmen Wasser.


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Datum: 13.02.2018

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