Volle Pools belasten Trinkwasserreserven

Die Zahl der Pools in den Gärten unserer Speckgürtelbezirke wird von Jahr zu Jahr größer. In bestimmten Gebieten sind es über 60 Prozent der HausbesitzerInnen, die auch einen Pool ihr eigen nennen. Was das mit unseren Trinkwasserreserven zu tun hat.

Der eigene Pool - Traum vieler GartenbesitzerInnen. Und jetzt startet das große Planschbecken auch wieder in seine Hochsaison. Gut und schön – allein: in den heißen Sommertagen kann es durch das Befüllen zu Engpässen beim Trinkwasser kommen. Was daher von ExpertInnen und Wasserversorgungsunternehmen gefordert wird, ist ein wenig Rücksicht.

Immer mehr Tropentage

Der Klimawandel ist spürbar, ob nun durch die Menschheit verschuldet oder nicht, das Klima in unseren Breiten verändert sich. Besonders gut beobachtbar ist das an der Zunahme der so genannten Hitze- oder Tropentage, also Tagen, an denen es über 30 Grad Celsius hat. Die Zahl soll sich laut Meteorologen bis 2050 verdoppeln – von derzeit 10 bis 15 auf bis zu 25 Tage im Jahr! Was das für Auswirkungen auf unsere Trinkwasserressourcen hat, ist immer wieder Gegenstand von Studien und der Forschung. Eines vorweg: In Österreich werden wir so schnell kein Problem bekommen, was die Trinkwasservorräte anbelangt. Aber – speziell in den heißen Sommermonaten lässt sich immer wieder ein kurzfristiger Extremanstieg am Wasserverbrauch feststellen, der mancherorts auch zu Versorgungsengpässen führen kann.

Eine Poolfüllung entspricht dem Jahresverbrauch

Der durchschnittliche Swimmingpool im heimischen Garten fasst etwa 40 Kubikmeter Wasser. Das entspricht der Menge, die ein Mensch pro Jahr für Kochen, Waschen, Putzen, Hygiene und Trinken verbraucht! Das ist viel, vor allem wenn man bedenkt, dass der durchschnittliche Hochbehälter der Wasserversorger rund 500 Kubikmeter fasst. Wenn also mehrere Abkühlwillige gleichzeitig den Wasserhahn aufdrehen, kann das schon mal knapp werden. „Wenn die PoolbesitzerInnen vor dem Auffüllen ihren Wasserversorger kontaktieren, dann ist das zu bewältigen“, erklärt dazu Theo Steidl, Leiter des Referats für Allgemeine Wasserwirtschaft beim Land Salzburg. „Wenn zehn Personen gleichzeitig ihre Pools unkoordiniert befüllen, gibt das ein Problem“, so der Wasserexperte weiter. Es kann also nicht schaden, kurz beim örtlichen Wasserversorger anzurufen, bevor Sie sich ans Poolfüllen machen.


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Datum: 21.06.2017

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