Endspurt: Der Garten im Herbst

Auch der Garten hält seinen Winterschlaf. Davor sollte das Laub entsorgt und die Pflanzen zurückgeschnitten werden. Lesen Sie hier, was alles zu tun ist, um Ihren Garten winterfit zu machen.

Der Herbst ist noch einmal eine geschäftige Zeit für alle Gartenbesitzer: Aufräumarbeiten, Beschnitt von Rasen, Stauden und Sträuchern, Kleinhäckseln von Laub, Ästen und Zweigen. Und das alles noch vor dem ersten Frost!

Stutzen, mähen, ernten

Im Herbst wird zum letzten Mal geerntet. Stauden und Beerenobststräucher wie die Himbeere, Ribisel oder Brombeere sollten nun zugeschnitten werden. Auch Rosen und Laubhecken werden im Spätherbst gestutzt. Für den Sträucherschnitt sind Handscheren dann geeignet, wenn der Zweigdurchmesser nicht mehr als zwei Zentimeter beträgt. Greifen Sie bei dickeren Ästen zur Astschere. Schwer zugängliche Zweige erreicht man gut mit einer langstieligen Schneidgiraffe. Nach den herbstlichen Aufräumarbeiten pflegen ein paar Tropfen Öl die Klingen und Gelenke der Schneidgeräte. Angetrocknete Pflanzenrückstände lassen sich mit feinkörnigem Schleifpapier beseitigen.

Beete auf Winterruhe vorbereiten

Gemüsebeete und brach liegende Flächen sollten jetzt gelockert werden. Achtung: nicht zu tief graben! Ein ordentlicher Spatenaushub reicht, um Kleinstlebewesen von oben nach unten in weniger aktive und sauerstoffarme Tiefen zu befördern. Lockern Sie besser mit der Grabgabel die wertvolle Vegetationsschicht. Darüber geben Sie zum Schutz Mulch. Ein guter Schutz ist Laub. Allerdings darf es nicht zu dick auf den Beeten liegen, weil es sonst matschig wird und der Erde die Luft zum Atmen nimmt.

Eine gute Portion Dünger schadet jetzt nicht

Es hat sich gezeigt, dass Pflanzen generell besser überwintern, wenn sie im Herbst mit einem kalibetonten Dünger versorgt werden. Um Winterausfällen bei heuer gesetzten Gehölzen vorzubeugen, sollte in zwei Etappen (Mitte September und Ende Oktober) gedüngt werden. Ganz wichtig: ab spätestens Mitte August keinen Stickstoffdünger mehr einsetzen! Der Rasen sollte vor dem ersten Frost unbedingt noch einmal gemäht werden. Nach dem letzten Schnitt harkt man die Grünfläche kräftig durch, um sie von Moos und Unkraut zu befreien. Kurz geschnitten ist der Rasen auch weniger anfällig für Schneeschimmel.

Vorsorgliches Wässern besonders wichtig

Vor allem Nadel- und immergrüne Gehölze müssen vor dem Gefrieren des Bodens Anfang November noch genügend Wasser bekommen. In niederschlagsarmen Wintern muss unbedingt auch bei Minus-Temperaturen ausreichend bewässert werden. Sie fragen sich, wie man einen gefrorenen Boden gießen soll? Die Pflanzen nehmen auch über ihre Äste und Zweige Flüssigkeit auf. Das heißt, Sie können an einem wärmeren, sonnigen Tag im Spätherbst oder Winter Ihren Pflanzen mit ausreichend „Regen von oben“ sehr gut tun! Auch dann im späteren Winter beziehungsweise Anfang Frühling (Februar, März), wenn die Temperaturen in unseren Breitengraden schon wieder merklich steigen, können Pflanzen im Garten auf diese Weise sehr gut mit lebensnotwendiger Flüssigkeit versorgt werden. Die meisten der kaputten Pflanzen im Frühjahr sind nämlich nicht auf die niedrigen Temperaturen, sondern auf Vertrocknung zurückzuführen – eine Tatsache, die leider von Hobbygärtnern immer wieder unterschätzt wird.

 

Beschattung und Winterschutz

Empfindliche Sträucher und Bäume sollten mit einer Schutzfolie abgedeckt werden. Besonders geeignet: Schilfmatten oder Vlies. Staudenbeete nach Möglichkeit mit Reisig überdecken. Verwenden Sie auf keinen Fall Kunststofffolien, da die Pflanzen darunter ersticken könnten. In exponierten Lagen mit starkem Luftzug ist während der Wintermonate auch auf einen entsprechenden Windschutz zu achten, da ansonsten die Pflanze stark austrocknet. Um die Pflanzen vor dem Frost zu schützen, kann auch das Häckselmaterial aus dem eigenen Garten verwendet werden. Mischen Sie dafür frisches Häckselmaterial mit Rindenmulch und eventuell ein wenig Rasenschnitt und verstreuen Sie dieses Gemisch um die Rosen.


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Datum: 22.09.2016

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