Humus - bester Boden für Ihre Pflanzen

Ein guter Nährboden ist Grundvoraussetzung dafür, dass die Pflanzen gut gedeihen können, kräftig und groß werden. Am besten eignet sich Humus. Aber auch Schwarzerde ist hervorragend für ein gutes Pflanzenwachstum.

Damit es im Garten ordentlich grünt, brauchen die Pflanzen pflege. Neben regelmäßigem Gießen oder Zurückschneiden ist auch ein fruchtbarer Boden das A und O. Letzterer ist leider kein Naturgesetz und so muss die fleißige GärtnerIn mit Tricks und Know-How nachhelfen. Neben Dünger und Kompostierung ist beigemengter Humus eine wichtige Grundlage.

Was ist Humus?

Vereinfacht gesagt ist Humus ein Teil der organischen Bodensubstanz, nämlich abgestorbene und durch Kleintiere und Mikroorganismen verrottete Pflanzenteile. Im Unterschied zum Kompost der ebenfalls Humus beinhaltet, ist Humus quasi die oberste Erdschicht. Seine Herstellung ist rein natürlich und vom Menschen - so er nicht absichtlich eingreift - unbeeinflusst. Laubwälder besitzen eine qualitativ hochwertige Humusschicht. Strauch- und Wiesengebiete meist ebenfalls. Nadelwälder aufgrund der Nadeln und Baumharze hingegen nicht. Die Humusschicht ist reich an Nährstoffen, daher können Zier- oder Nutzpflanzen besonders gut auf ihr gedeihen.

Richtiger Umgang mit Humus

Wenn Sie ein neues Beet anlegen sollten Sie zunächst eine Bodenanalyse vornehmen. Je nachdem, ob ihr Boden sandig ist (unfruchtbar) oder lehmig (fruchtbar) sollten sie eine entsprechende Humusdecke (oder auch Humusreiche Muttererde) anlegen. Humus können Sie im Baumarkt oder unter Umständen auch bei einem forstwirtschaftlichen Betrieb kaufen. Mit Hilfe von Kompost oder Dünger geben Sie nach dem Pflanzen dem Boden weitere Nährstoffe hinzu. In der Landwirtschaft wird der Humusboden durch eine sogenannte Gründünung gefördert. Bestimmte Zierpflanzen werden ausgesät, wachsen gelassen und unterpflügt. Aber auch die Resten der Nutzpflanzen können in den Boden eingearbeitet werden, wo sie dann von Organismen zersetzt werden.

Schwarzerde oder Terra Preta

Wer sich mit Böden auseinandersetzt wird früher oder später auf den Begriff der „Schwarzerde“ stoßen. Zum einen wird mit dieser Bezeichnung ein sehr humusreicher (daher die dunkle Färbung) und überaus fruchtbarer Bodentyp gemeint, der in den ehemaligen Steppengebieten der Nordhalbkugel zu finden ist. Zum anderen aber auch eine vom Menschen hergestellte Bodenart aus dem Amazonasgebiet. Terra Preta heißt diese Erde und wurde vor über 700 Jahren von den Indios entwickelt. Im Gegensatz zu unserem Kompost werden die Bestandteile der Terra Preta aufeinanderpresst und fermentiert. Dies kann in einem Erdloch, einem Gefäß oder auf ebener Fläche aufgehäuft geschehen. Nur abgedeckt muss das Ganze sein. Neben Laubbaumzweigen, Pflanzenresten und Fäkalien ist Holzkohlestaub (keine Asche!) elementar. Terra Preta können Sie im Fachhandel kaufen oder wie Kompost selbst herstellen.


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Datum: 18.08.2016

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