Kinder im Garten - Das sichere Outdoor-Kinderzimmer

Von Frühling bis Herbst ist der Garten der beste Platz für jedes Kind. Doch auch hier lauern durchaus Gefahren. Wie der Grünbereich zum sicheren Outdoor-Kinderzimmer wird zeigen die wohnnet-Gartentipps.

Sollen auch Kinder einen Garten mitbewohnen und nutzen, sind einige Parameter bei der Planung und Einrichtung zu berücksichtigen. „Befindet sich der Garten in Hanglage, sollten Absturzsicherungen eingebaut und gefährliche Bereiche dicht bepflanzt werden. Das kann bei der Planung vor Ort individuell entschieden werden“, meint etwa Gartenarchitektin Ing. Evelin Vögerl aus Salzburg. „Kleinkinderbereiche müssen immer in Terrassennähe sein, so dass die Kinder den Kontakt zu den Eltern haben, vice versa die Eltern Sichtkontakt zu den Kindern. Je älter sie werden, desto weiter entfernen sich die Kids (auch alleine) von der Terrasse in den Garten hinaus.“, so die erfahrene Planerin. „Ich plane auch immer Pflanzbereiche für die Kinder, z.B. einen Naschgartenbereich oder ein Erdbeerfeld im Spielbereich, so kann man Kinder in das Gartenkonzept mit einbeziehen. Diese Kinder werden auch Rücksicht auf die Gartenbereiche der Eltern nehmen. Und ich denke, sie akzeptieren auch aufgestellte Gartenregeln besser.“

 

Regeln für die Kinder

So schön ein Garten auch ist, gewisse Gefahren birgt er allemal. „Ich appelliere grundsätzlich an die Eigenverantwortung des Kunden und auf die Erziehungsarbeit bei deren Kindern“, so Ing. Vögerl. „Der Gartenbesitzer soll und muss seinen Kindern für die Gartenbenützung Regeln aufstellen, so wie auch für andere Lebensbereiche. Dies bezieht sich auf alle Gartenabschnitte. Ich informiere den Kunden über eventuelle Gefahrenmöglichkeiten im Garten. Ich halte jedoch nichts davon, alle Verantwortung dem Handwerker zu übertragen. Bei Wasseranlagen, Teich oder Pool, besteht die Gefahr, dass Kleinkinder ertrinken könnten. Hier empfehle ich dem Kunden in den ersten Jahren die Anlage einzuzäunen respektive einen Pool abzudecken (Folie allein genügt hier nicht – Anm. d. Red.), im Interesse des Kindes und weil natürlich der Teichbesitzer im Schadensfall für seine Wasseranlage haftbar ist. Plattenbeläge werden im Wasserbereich so gewählt, dass diese ein Ausrutschen verhindern. Teichanlagen werden von uns so konzipiert, dass Flachwasserzonen den Ausstieg aus der Anlage ermöglichen. Wobei es niemals eine 100%ige Sicherheit beim Wasser geben kann. Vorsicht ist also immer geboten!“

Nicht nur bei den Wasseranlagen, auch bei der Bepflanzung sind im ausgelagerten Kinderzimmer einige Dinge zu berücksichtigen. Dazu die Fachfrau: „Bewohnen auch Kinder einen Garten, sollten keine Giftpflanzen in den Garten kommen. Falls doch, müssen diese außerhalb der Erreichbarkeit für Kleinkinder gesetzt werden. Außerdem müssen alle, auch die Erwachsenen, dahingehend aufgeklärt werden, dass grundsätzlich keine Gartenpflanzen einfach zum Essen da sind. Man sollte nur Pflanzen verspeisen, von denen man weiß, dass sie genießbar sind. Fisolen sind beispielsweise in rohem Zustand ja auch leicht giftig. Oder der sonst so gesunde Holler verursacht in rohem Zustand Durchfall.“


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Datum: 22.03.2012

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