Wie Sie eine Böschung befestigen

Es gibt zahlreiche Methoden, Böschungen gegen ein Abrutschen zu sichern. Von Pflanzsteinen über Trockenmauern bis hin zu Gabionen. Finden Sie hier einen Überblick der gängigsten Techniken.

Böschungen können durch verschiedene Witterungseinflüsse leider schnell abrutschen. Deshalb ist eine gute Befestigung unbedingtes Muss. Entscheidend für die Art der Befestigung sind neben der Optik die Art des Bodens, Steigung und Höhe, sowie die Schichtung der Böschung.

Pflanzsteine

Marsan/shutterstock.com © Marsan/shutterstock.com

Mit Pflanzsteinen lässt sich die Böschung schnell und einfach befestigen.

Pflanzsteine werden in der Regel aus Beton oder Leichtbeton hergestellt. Sie sind in verschiedenen Formen, Größen und Farben erhältlich und so wohl für jeden Garten das Passende zu haben. Von der niedrigen, senkrechten Wand bis zu rund fünf Meter hohen Wällen mit einer Schräge von 45° ist je nach System praktisch alles möglich.

So funktioniert's:
Ab einer Höhe von etwa einem Meter ist die Statik besonders zu beachten und ein Fundament zu legen. So muss am unteren Ende der Böschung ein Graben ausgehoben werden. In diesem Graben werden das Dränrohr (DN 100) gelegt und das Fundament für die Böschungsbefestigung gebaut. Als Unterlage für das Drähnrohr ist eine dünne Kiesschicht vorgeschrieben. Nun wird die erste Reihe der Elemente einzeln lot- und fluchtgerecht in das noch frische Betonfundament gesetzt. Die weiteren Elemente werden "trocken" - also ohne Mörtel - entsprechend den Herstellerangaben aneinandergesetzt.

Befestigung mit Gabionen

Irina Fischer/shutterstock.com © Irina Fischer/shutterstock.com

Gabionen benötigen in der Regel kein Betonfundament und sehen zudem super aus.

Gabionen sind Stahlgitterkörbe, die mit Steinen oder Schotter gefüllt werden. Sie lassen sich schnell errichten, es ist in der Regel kein Betonfundament notwendig und auch die Materialkosten halten sich in Grenzen. Für den Zusammenhalt der Steine sorgen Gitterkörbe. Diese werden meist in feuerverzinkter Qualität oder rostfreiem Edelstahl hergestellt. Besonders ansprechend sind begrünte Gabionen. Ein weiterer Vorteil von bepflanzten Gabionen, neben der Optik: das Wurzelwerk der Pflanzen hält die Steine zusätzlich zusammen. Ein Vorteil ist auch, das anstehendes Wasser ungehindert ablaufen kann. Gabionen eignen sich daher gut für Böschungssicherungen und Dränagemaßnahmen wasserhaltiger Böden.

So funktioniert's:
Die Körbe werden aufeinandergeschichtet, höhere Wände werden meist mit einer Neigung von 10:1 gegen den Hang eingebaut. Für die Verfüllung kann plattiges oder rundkörniges Gesteinsmaterial (Basalt, Granit, Kalksandstein, Flusskiesel) und Recycling-Material verwendet werden. Die Stabilität der Gabionen-Wände kann durch einen Binderanteil erhöht werden.

Lösung Trockenmauer

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Sieht immer gut aus: Die Trockenmauer.

Die Trockenmauer wird ohne Mörtel errichtet und lässt sich bis zu einer Höhe von ca. 80 cm bauen. Dabei werden einfach Steine übereinander geschlichtet. Wichtig ist ein Fundament aus Beton, damit sich die Mauer nicht senkt oder gar unterspült wird. Hiermit lassen sich bei steileren Hängen auch gut Terassen im Garten bauen.


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Datum: 29.03.2017

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