Historische Gärten

Die Geschichte des Gartens geht bis auf die alten Ägypter zurück: Bereits 1.300 vor Christus wurden von den antiken Völkern erste Ziergärten errichtet. Noch heute zählen historische Gärten zu den schönsten überhaupt.

Der Ziergarten, wie wir ihn heute kennen, hat seinen Ursprung wohl etwa 1300 Jahre v. Chr. bei den alten Ägyptern gefunden. Aber auch die Babylonier und Assyrer, später dann die Perser, Griechen und Römer lustwandelten gerne in den von Spezialisten angelegten und gepflegten Gärten, inmitten von Palmen, exotischen Blumen und Wasserspielen. Durch ausgeklügelte Wasserspiele demonstrierten die Reichen und Schönen dieser Zeit ihre Macht und ihren Reichtum, denn Wasser zählte damals zu den Kostbarkeiten, deren Vergeudung sich nicht jedermann leisten konnte. Die Prunkgärten der Römer dürften schließlich der Grundstein für die moderne europäische Gartenarchitektur gewesen sein.

Shutterstock © Shutterstock

Ein italienischer Garten in British Columbia, errichtet im Jahr 1904.

Im Mittelalter geriet das „grüne Wissen“ in Vergessenheit und wurde erst in den Klostergärten wieder belebt. Erst wurden dort nur Obst, Gemüse und Heilpflanzen kultiviert, später gesellten sich dann wieder Zierpflanzen dazu. Erst in der Renaissance, im Barock und im Rokoko entstanden wieder Prunkgärten. Italienische und französische Gartenarchitekten prägten die Entwicklung. Etwas zeitversetzt entwickelte sich auch die englische und niederländische Gartenkultur, die allerdings weniger auf Prunk und Pomp setzte, sondern eher als romantisch zu bezeichnen war.

Shutterstock © Shutterstock

Japanische Gärten zeigen im Herbst ein besonderes Farbenspiel.

Ganz anders entwickelte sich die Gartenkunst im Fernen Osten aus der traditionellen chinesischen und später japanischen Kunst und dem Wissen um Zen-Buddhismus und Feng Shui. In China etwa lässt sich die Kunst des Gartenanlegens bis 3000 v. Chr. verfolgen und beinhaltet das künstliche Anlegen von Hügeln und Tälern, kleinen Seen und Bachläufen. Pflanzen stehen in der fernöstlichen Gartenkunst nicht im Vordergrund und werden hier nicht nach Optik gesetzt sondern nach deren Symbolik.


AutorIn:

Datum: 14.03.2012

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Gartentypen

Es gibt zahlreiche Methoden, Böschungen gegen ein Abrutschen zu sichern. Von Pflanzsteinen über Trockenmauern bis hin zu Gabionen. Finden Sie hier einen Überblick der gängigsten Techniken.

Rosmarin mag Rosen, Thymian vergrämt Schnecken und Dill Blattläuse. Und wie schneidet man eigentlich Basilikum und Schnittlauch richtig? wohnnet.at verrät die Kräutergeheimnisse.

Traum Dachgarten: Statisches Gutachten, Einreichplan, Einverständnis der Nachbarn, Bewilligung der Baupolizei, Förderungen. Es gilt eine Menge zu beachten.

Der Begriff ist weitgehend bekannt und doch oft missverstanden: Feng Shui – die fernöstliche Lehre von der Harmonie zwischen dem Menschen und seiner Umgebung. Und so berücksichtigen Sie Feng Shui in Ihrem Garten...

Auf den zweiten Blick bieten schwierige Hanggärten die einmalige Chance, einen abwechslungsreichen Garten aus verschiedenen Gartenzimmern anzulegen. Der Garten kann in kleine Bereiche gegliedert und danach terrassiert werden.

Es kann nicht überall die Sonne scheinen - muß sie auch nicht, denn es gibt Pflanzen, die halbschattige oder gar vollschattige Standorte ohnehin bevorzugen. Wie zum Beispiel Hortensien.

Das wichtige an Sandböden ist: man muss dafür sorgen das die Pflanzen nicht verdursten oder verhungern.

Klein aber fein! Minigärten sind eigentlich gar keine wirklichen Problemgärten. Mit dem richtigen Know-how und einer den Umständen angepaßten Gartenplanung werden sie zu kleinen, aber dafür auch weniger pflegeaufwendigen Grünoasen.