Knoblauch: Natürlicher Schädlingsbekämpfer

Als natürliches Antibiotikum ist er vielen bereits bekannt. Doch Knoblauch ist nicht nur ein sehr gesundes Lebensmittel, er gilt auch nicht umsonst als der beste Freund des Gärtners.

In einem Garten profitieren wohl alle Pflanzen von der Nachbarschaft des Knoblauchs. Und so sollte diese Knolle in keinem "gesunden" Garten fehlen. Wenn Sie die folgenden Grundregeln einhalten, werden auch Sie rasch seine Vorteile und Vielseitigkeit erfahren.

Natürliche Waffe gegen Schädlinge

Als Mischkultur mit Karotten eignet sich der Knoblauch hervorragend, denn die Möhrenfliege nimmt vor seinem Geruch Reißaus. Blattfleckenkrankheit und Grauschimmel, gefürchtete Krankheiten bei den Erdbeeren, haben keine Chance, wenn zwischen die Erdbeerpflanzen die eine oder andere Knoblauchzehe gesteckt wird. Im zeitigen Frühjahr können Sie den Knoblauch auch ins Mistbeet stecken, denn dort hält er die Blattläuse von den jungen Salatpflanzen fern. Auch unter Rosenstauden und Weinreben vergrault er die Blattläuse erfolgreich. Die Abwehrkräfte des Phloxes werden gestärkt, wenn er gemeinsam mit zwei Knoblauchzehen eingepflanzt wird. Dabei werden diese direkt zwischen die Wurzelstöcke gesetzt. Dann befällt der Mehltau die Flammenblume garantiert nicht.

Knoblauch schützt Kartoffeln und Obst

Einige alte Bauern kennen die Regeln noch: Stecken Sie Knoblauch um das Kartoffelbeet, Wühlmäuse schrecken vor der „duftenden“ Absperrung zurück und die Ernte wird prächtig. Auch Obstbäume profitieren von der Wunderwaffe Knoblauch. Wenn er in den Baumscheiben gedeiht, werden die Blätter nicht von der Kräuselkrankheit befallen, denn Läuse und Ameisen verziehen sich und auch die Wühlmäuse gehen nicht an die Wurzeln. Auch unter die Tomatenpflanzen können Sie eine Reihe Knoblauch stecken, das hilft gegen die Braunfäule.

So gedeiht der Alleskönner

Knoblauch braucht guten lehmigen bis sandigen, vor allem durchlässigen Boden und möglichst viel Sonne. Für den Verzehr werden die Zehen am besten im September oder Oktober gesteckt und im Juli und August des folgenden Jahres geerntet. Zur Schädlingsbekämpfung stecken Sie die Knollen ab April ins Freiland. Er kann aber auch noch den ganzen Sommer über nachgepflanzt werden.

 

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Datum: 29.03.2017

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