So werden Sie den Maulwurf wieder los

Gegen einen Maulwurf haben ja die wenigsten etwas. Kaputt macht er ja nichts in dem Sinne. Doch so mancher Rasenfreund ärgert sich über die aufgeworfenen Erdhügel. Wir sagen, wie dem beizukommen ist und was Sie keinesfalls tun sollten.

Ähnlich wie die Ameisen sind Maulwürfe keine direkten Schädlinge, eher ungebetene Gartengäste mit positiven wie negativen Eigenschaften. Gerade wer einen gepflegten Rasen sein Eigen nennt, ärgert sich selbstverständlich über die aufgeworfenen braunen Hügel. Andererseits: Maulwürfe fühlen sich nur in guten Böden wohl. Also durchaus ein (kleiner) Grund zur Freude.

Maulwurf oder Wühlmaus?

Zunächst sollten Sie sicher gehen, dass es sich überhaupt um einen Maulwurf handelt und nicht etwa um die schon eher problematischen Wühlmäuse. Ist der Eingang unter dem Erdhaufen mehr breit als hoch, dann handelt es sich mit ziemlicher Sicherheit um den blinden Bodengräber mit den breiten Schaufelpfoten. Weitere Kennzeichen: Maulwurfshügel sind rundlich, Wühlmaushügel eher flach und länglich. Die Wühlmaus verursacht darüber hinaus Nagespuren an Gangwand und Wurzeln. Maulwürfe nagen das Wurzelwerk hingegen nicht an (Schädigungen beim Graben können allerdings passieren).

Keine Panik bei ein, zwei Hügeln

Da Maulwürfe den Boden lockern und Schädlinge fressen – auch Schnecken, sollten Sie sich nur im Ernstfall gegen ihn wenden. Schon alleine deshalb, da Maulwürfe in Österreich geschützt sind und nur im Ausnahmefall getötet werden dürfen. Auch der Versuch mit einer Lebendfalle gegen ihn vorzugehen, kann bei Unaufmerksamkeit ein böses Ende nehmen. Maulwürfe verhungern sehr schnell. Also wenn dann die Falle auch regelmäßig kontrollieren!

Wie lässt sich der Maulwurf vertreiben?

Maulwürfe sind sehr geruchsempfindliche Wesen. Störende Duftstoffe sind also ein adäquates Mittel. Am Besten sowohl auf einen Hügel schütten wie auch direkt in den Gang. Zur Auswahl steht:

  • Rasierwasser
  • Brennnesseljauche
  • Mottenkugeln
  • Knoblauch, gepresst und mit Wasser verrührt
  • Saure Milch
  • Vertreibungsmittel aus dem Fachhandel

Aber auch Lärm mag ein Maulwurf gar nicht. Besonders, wenn sich die Schallwellen ins Erdreich übertragen. Mögliche Störer sind:

  • Klangspiele oder quietschendes Windrad auf einer,  in den Boden getriebenen Metallstange
  • Eine leicht schräg ins Erdreich oder in den Hügel eingegrabene, bodenlose Flaschen, die bei Wind einen Ton erzeugt (Flaschenhals in die Erde!)
  • Spielende Kinder
  • Geräte aus dem Fachhandel, die Vibrationen oder Schallwellen in den Boden leiten


AutorIn:

Datum: 28.06.2016

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  • j_pielmayer schrieb am 12.07.2016 09:40:40

    Liebe Frau Brändle,
    vielen Dank für Ihre Frage. Im erster Moment würde ich auf Katze tippe. Wühlmäuse und Maulwürfe sind eher auszuschließen. Am Besten Sie untersuchen einmal die Tröge vorsichtig. Gut möglich, dass Sie einen Hinweis auf das Tier finden (Kratz- oder Pickspuren).
    Je nachdem, was Sie in Ihren Blumentrögen gepflanzt haben, könnten Sie auch das Umgraben erschweren, indem Sie die Oberfläche mit Kies, Rindenmulch oder ähnlichem bedecken. Am besten im Gartenfachhandel nachfragen, was sich hier eignen würde.
    MfG Jonathan Pielmayer

  • Susanne schrieb am 09.07.2016 15:41:32

    Guten Tag,
    Ich habe folgendes Problem: seit einer Woche sind mein Terrassenboden und die Balkonwand täglich übersät mit feuchter Erde. Offensichtlich scheint irgendein Vogel oder anderes Tier in meinem Blumentrog zu wühlen und die Erde dann herauszuwerfen und überall hin zu verstreuen. Ich bin schon ganz verzweifelt. Da ich eine Maisonette bewohne und das Ganze sich im oberen Stock abspielt, kann ich den Übeltäter auch nicht eruieren. Ich wäre sehr dankbar für einen Tipp, welches Tier der Verursacher sein könnte und wie ich das wieder abstellen kann. Vielen Dank.

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