Springschwänze wieder loswerden

In der frischen Anzuchterde für Ihre Setzlinge oder in den Blumentöpfen am Fenster wuselt es nur so vor weißen kleinen Tierchen? Die Collembolen oder Springschwänze sind harmlos, loswerden möchten wir sie aber trotzdem. Wie, verraten wir hier.

Springschwänze sind weiß, fast durchsichtig, und von 0,1 bis maximal 17 mm groß. Sie leben vor allem in Substrat oder auf der Erdoberfläche und ernähren sich von abgestorbener organischer Substanz – ähnlich wie Regenwürmer tragen sie also im Garten zur Kompostierung bei. Schädlich sind die kleinen Viecher nicht, nervig aber schon. Typischerweise treten sie vermehrt auf, wenn die Erde oder das Substrat in den Töpfen recht nass gehalten wird. Auch Staunässe in den Übertöpfen oder Untertassen sind die perfekte Umgebung für den Springschwanz.

In Scharen gehen sie auf die Wurzeln

Wenn die Umstände entsprechend sind, können sich Collembolen sehr schnell vermehren und in der Masse kann es mitunter auch dazu kommen, dass sie die Feinwurzeln der Pflanzen angehen - wirkliche Schäden entstehen aber selbst dann äußerst selten.

Das können Sie dagegen tun

Sorgen Sie zuallerest für mehr Trockenheit in der Erde selbst und in der Pflanzenumgebung. Sie können auch folgendes versuchen: Tauchen Sie die befallenen Töpfe zeitweilig unter, die Springschwänze kommen dabei an die Oberfläche und können einfach abgegossen werden. Helfen diese Mittelchen alle nicht, sollten Sie die befallenen Pflanzen einfach in ein neues Substrat umtopfen.


AutorIn:

Datum: 11.10.2017

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Schädlinge und Nützlinge

Die Nager im Keller, die Krabbler im Bett und Motten im Schrank. Ungeziefer gibt massig. Während wir es im Garten ja noch ertragen, werden die Schädlinge in unseren vier Wänden zum echten Problem. Hier ein Überblick über die unerwünschten Hausbesucher.

Blattläuse, Milben, Schnecken oder einen Pilz im Garten entdeckt? Dann nichts wie ran an die Chemiekeule! Oder? Welche Alternativen aus der biologischen Ecke Sie haben, verraten wir Ihnen nun.

Eigener Honig vom Balkon? Das geht! Immerhin suchen Bienen ihr Futter selbständig und haben auch kein Problem, wenn ihr Nest im 15. Stockwerk steht. Wir stellen Ihnen den Supertrend Hobbyimkerei vor.

Gegen einen Maulwurf haben ja die wenigsten etwas. Kaputt macht er ja nichts in dem Sinne. Doch so mancher Rasenfreund ärgert sich über die aufgeworfenen Erdhügel. Wir sagen, wie dem beizukommen ist und was Sie keinesfalls tun sollten.

Grundsätzlich sind Ameisen wichtige Nützlinge, aber sobald sie in größerer Zahl in Haus und Garten auftreten, stören sie uns doch eher. Zum Glück gibt es recht einfache Hausmittel, um sie wieder loszuwerden.

Auch wenn der Begriff Unkraut irreführend ist, nicht alles was im Garten wächst soll auch dort gedeihen. Wir zeigen, was Sie gegen Wildwuchs tun können und warum so manche als Unkraut deklarierte Pflanze doch ganz nützlich ist.

Pflanzenschutz heißt, die Pflanze zu schützen. Um dies auf biologische Weise zu tun, sollten Sie die logischen Zusammenhänge in der Natur kennen und verstehen. Mit einem guten Pflanzplan können Sie so auch natürlich gegen Schädlinge und Schäden vorgehen.

Spätestens Anfang März hört man es wieder, das fleißige Summen der Bienen und Hummeln Welche Blumen und Pflanzen die wichtigen Honigmacher besonders anziehen und warum Natürlichkeit beim Gärtnern so wichtig ist, erfahren Sie hier.

Insektenhotels sind ein künstlich geschaffener Nist- und Überwinterungsplatz für Nützlinge verschiedenster Art. Diese hausähnlichen Gebilde bestehen aus mehreren Stockwerken und einem Dach. Sie können gekauft oder selbst gebaut werden.