Seit der Liberalisierung des Gasmarktes in Österreich, können sich auch Privathaushalte ihren Gaslieferanten selbst aussuchen. Jedoch auch beim Gas gilt, dass der Bereich der Gasleitungen nicht liberalisiert ist. Man kann sich also nicht aussuchen, durch welche Leitungen das Gas transportiert wird. Auch hier bekommt man vom bisherigen Netzbetreiber weiterhin eine Gebühr für die Benutzung der Leitungen verrechnet.
Sparprognosen
Zu Liberalisierungsbeginn hat die E-Control errechnet, dass sich ein durchschnittlicher Haushaltskunde mittelfristig etwa 100 Euro pro Jahr an Gaskosten ersparen können wird. Sehr erfreulich ist, dass einige Gaskunden nicht erst mittelfristig in den Genuss einer beträchtlichen Ersparnis kommen werden.
Im Gegensatz dazu hält die Arbeiterkammer (AK) die aufgestellte Rechnung, wonach Gashaushalte binnen zwei bis drei Jahren im Schnitt jeweils 100 Euro jährlich einsparen können, für nicht glaubwürdig. Profitieren würden von der Liberalisierung nur Großabnehmer. Ein Durchschnitts-Haushalt mit einem Verbrauch von rund 1.600 m3 im Jahr könnte sich bei einer 10-prozentigen Senkung rund 30 Euro im Jahr ersparen.
Wie ist die Gasrechnung zusammengesetzt?
Sie besteht aus folgenden Bestandteilen:
• Energiepreis für Gas
• Systemnutzungsentgelt
• Steuern und Abgaben
Der Energiepreis resultiert aus dem freien Wettbewerb zwischen den Gasversorgern.