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Grundtechniken für den Anstrich von Wänden

Streichen
Nach dem Öffnen des Gebindes rühren Sie die Farbe zunächst um. Dafür verwenden Sie am besten einen Leisten oder Lattenholz. Bei größeren Farbmengen empfiehlt sich ein Rührvorsatz zur Bohrmaschine.

 

Wählen Sie für große Flächen eine Malerbürste, bei kleinen Flächen einen Pinsel, dessen Streichfläche etwas kleiner ist als die schmalste Stelle des zu streichenden Gegenstandes. Flächenstreicher eignen sich für alle Ölfarben- und Lackanstriche. Verwenden Sie Ringpinsel für kleinere Flächen mit vielen Ecken und Kanten.

Die saubere und trockene Bürste oder der Pinsel sollte zunächst ausgestaubt werden, indem Sie mit den Fingern über die Borsten fahren, oder locker dagegen klopfen.

 

Tauchen Sie dann den Pinsel oder die Bürste höchstens zu einem Drittel der Borstenlänge ein, sonst dringt die Farbe in die Pinselfassung vor; der Pinsel kann nicht vollständig gereinigt werden und wird sonst schnell unbrauchbar. Auch der Griff und Ihre Hände bleiben sauber, wenn der Pinsel nicht mit Farbe voll gesaugt ist.

Streichen Sie die überschüssige Farbe an der Wand Ihres Gefäßes ab, aber ziehen Sie die Bürste oder den Pinsel nicht zu stark über die Kante - sonst geht zuviel Farbe verloren. Streichen Sie auf senkrechten Flächen immer von oben nach unten und auf waagrechten an der Schmalseite des Gegenstandes, von links nach rechts.

Legen Sie an der Fläche nicht allzu lange parallele Streifen an. Die Streifenabstände sollten nicht breiter als die Pinselbreite sein. Mit dem leer gestrichenen Pinsel streichen Sie jetzt quer zu den parallelen Streifen und verteilen so die Farbe gleichmäßig über die Fläche. Glätten Sie die Farbschicht abschließend mit ganz leichten Strichen ab.

 

Nahtlose Übergänge werden Ihnen leicht gelingen, wenn Sie zügig ohne Unterbrechungen arbeiten. Stark strukturierte Oberflächen (Putze mit grobem Profil, Strukturtapeten) werden am besten mit der Malerbürste bearbeitet, um die Struktur vollständig zu erhalten. Streicht man diese mit der Flauschrolle, besteht sonst die Gefahr, dass feine Strukturteile zugeschwemmt werden.

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Helmut Melzer
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