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Handel jubelt über bestes Geschäft seit 2000

Der Einzelhandel freut sich über das beste Ergebnis seit 2000. Im 1. Halbjahr wurde ein nomineller Umsatzplus von 3,5 Prozent und ein realer Zuwachs von 1,7 Prozent erzielt. Auch die Kundenfrequenz und die Beschäftigung sind gestiegen.

"Wir haben das erste Halbjahr mit Erfolg, aber nicht mit Auszeichnung abgeschlossen", sagte der Obmann der Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Erich Lemler. "Damit ist die nominelle Umsatzentwicklung im Einzelhandel seit dem ersten Halbjahr 2005 positiv und hat sich seitdem kontinuierlich verbessert."
In absoluten Zahlen betrug der Einzelhandelsumsatz in der ersten Jahreshälfte 2007 rund 21,6 Mrd. Euro.

Konzentration nimmt zu
Zugleich aber hält der Strukturwandel an: Innerhalb von fünf Jahren ist der Filialisierungsgrad (der Anteil der Filialen an der gesamten Zahl der Geschäfte) von 31 auf 34 Prozent gestiegen. Die Konzentration nimmt damit zu. Mehr als die Hälfte der Verkaufsfläche entfällt auf Filialen.

Vier von zehn Handelsbetrieben schreiben Verluste.
Auch Kundenfrequenz legte zu. In der ersten Jahreshälfte 2007 haben Standorte aller Größenklassen deutliche nominelle Umsatzsteigerungen erzielt, wobei das Wachstum bei Geschäften mit einem Jahresumsatz von zwei Mio. Euro und mehr am höchsten ausfiel.
Die Kundenfrequenz ist zwischen Jänner und Juni 2007 um 2,5 Prozent gestiegen.

Das Plus in den Umsätzen habe zu einem Plus in der Beschäftigung im nahezu gleichen Ausmaß geführt: In der ersten Jahreshälfte 2007 waren im Einzelhandel rund 250.200 unselbstständig Beschäftigte (ohne geringfügig Beschäftigte) tätig, das sind um 3,6 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2006. Das ist den Angaben zufolge das höchste Wachstum seit dem ersten Halbjahr 2005.
Fast alle Branchen verzeichneten Umsatzzuwächse: Mit einem nominellen Umsatzzuwachs von 9,5 Prozent entwickelte sich der Einzelhandel mit Eisenwaren, Bau- und Heimwerkerbedarf von Jänner bis Juni 2007 am besten, der Sportartikelhandel musste in der ersten Jahreshälfte Umsatzrückgänge hinnehmen und konnte damit trotz einem positiven Umsatzergebnis im zweiten Quartal die Erlösrückgänge im Wintergeschäft nicht ganz aufholen.

Auch Preise zogen an
Die Preissteigerungen fielen im ersten Halbjahr 2007 im Einzelhandel höher aus als im vergangenen Jahr, so die KMU Forschung Austria. Die Ergebnisse für den heimischen Einzelhandel im ersten Halbjahr 2007 basieren auf der aktuellen Konjunkturbeobachtung der KMU Forschung Austria mit Daten von mehr als 4.500 Geschäften.
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