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Studie zeigt: 46 % der Österreicher planen Hausgerätekauf
2007 stiegen die Ausgaben für Hausgeräte um knapp zwei Prozent auf 661 Millionen Euro. Auch stückmäßig steigerte sich der Markt um zwei Prozent auf 1,43 Millionen. 2008 möchten 46 % der Österreicher ein neues Hausgerät anschaffen. Das ist etwas mehr als vor zwei Jahren, als sich 40 % mit dem Gedanken getragen haben, ein neues Hausgerät zu kaufen, und deutlich mehr als noch vor fünf Jahren. Damals waren es nur rund 30 %. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie des Forum Hausgeräte.
Das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent.com hat dafür 500 Personen repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 20 Jahren befragt. "Im vergangenen Jahr profitierten die Hausgerätehersteller von dem allgemein guten Konsumklima", freut sich Josef Vanicek, Pressesprecher des Forum Hausgeräte: "Im Gegensatz zu Preistreibern wie Treibstoffe und Energie blieben die Preise für Hausgeräte stabil. Im Gegenteil. Neue Hausgeräte hel-fen langfristig beim Sparen."
Zeit für einen Hausgeräte-Wechsel: Alter und Energieverbrauch ausschlaggebend. Die Gründe für einen Hausgeräte-Wechsel sind sehr unterschiedlich. Während bei den Wä-schetrocknern, Dampfgarern oder Espressomaschinen oft an eine Neuanschaffung gedacht wird, spielen im Ersatzkauf vor allem Alter und Energieverbrauch der alten Hausgeräte eine Rolle. "Die Österreicher sind durchaus energiebewusst", erklärt Josef Vanicek. "Aber viele wissen nicht, wie viel Strom ihre Geräte tatsächlich verbrauchen oder wie alt diese sind."
Achtung: Österreicher verschätzen sich beim Alter ihrer Geräte. Geht es nach der Selbsteinschätzung der Österreicher, dann sind die Hausgeräte in Österreichs Haushalten im Durchschnitt rund sechs Jahre alt. 17 % der Befragten geben an, dass ihr Herd älter als zehn Jahre ist. Je 15 % schätzen ihren Kühlschrank und ihr Gefriergerät älter als zehn Jahre. Bei Geschirrspülern neun, bei Waschmaschinen acht Prozent und bei Wäschetrocknern sieben Prozent. Im Durchschnitt müsste nach Meinung der Befragten der Anteil der großen Hausgeräte über zehn Jahre bei 13 % liegen.
Durchschnittsalter der Hausgeräte bei rund 15 Jahren. "Die angegebene Altersstruktur ist leider ein Wunschdenken und entspricht nicht der Realität", weiß Vanicek aus seiner Erfahrung als Pressesprecher des Forum Hausgeräte. Auch das Alter der entsorgten Hausgeräte sowie zahlreiche Untersuchungen etwa vom Ökoinstitut Freiburg zeigen, dass die durchschnittliche Nutzungsdauer von Herden, Geschirrspülern, Waschmaschinen, Kühl- und Gefriergeräten bei 15 Jahren liegt. Nicht 13 sondern 40 % dieser Geräte sind demnach älter zehn Jahre.
Auf der Einkaufsliste: Herd und Kühlgeräte Diese Fehleinschätzung hat Auswirkungen auf das Kaufverhalten. Das zeigt die Studie deutlich. 46 % der Österreicher überlegen heuer einen Hausgerätekauf. Dabei gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Alter des Hausgerätes und dem Wunsch nach einem neuen Gerät. Das älteste der großen Geräte - der Herd, steht auch ganz oben auf der Wunschliste der Österreicher. Acht Prozent der Befragten wollen heuer einen Herd kaufen. Ebenfalls acht Prozent suchen einen neuen Kühlschrank und je sieben Prozent Gefriergerät, Waschmaschine, Geschirrspüler oder Mikrowelle. Ausnahme: sogenannte schnell drehende Kategorien wie Staubsauger oder Neuanschaffungen wie Espressomaschinen.
Österreicher sehen Investition in Hausgeräte langfristig: Qualität, Energieverbrauch & Leistung. Beim Kauf von Hausgeräten sind den Österreichern vier Punkte fast gleich wichtig: Qualität (77 %), Verbrauchswerte bei Wasser und Strom (74 %), Preis-Leistungsverhältnis (74 %) und eine lange Lebensdauer (72 %). Schnäppchenjäger sind unter den Hausgerätekäufern eher selten. Was zählt, ist ein gutes Preis-Leistungsverhältnis, nicht das billigste Gerät. Der Billigpreis rangiert weit abgeschlagen bei den hinteren Plätzen. Für knapp die Hälfte der Befragten sind Leistung und Ausstattung sowie die einfache Bedienbarkeit sehr wichtig. Weitere Kriterien sind die Entscheidung für Einbau- oder Standgerät und technische Innovationen.
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