90 Prozent der Einbrüche finden statt, wenn sich die Bewohner nicht in der Wohnung aufhalten. Forscher des Instituts für Kriminologie und Kriminalpolitik der Ruhr-Universität Bochum forschten an der Quelle und befragten verurteilte Täter.
Die Wissenschaftler gewannen dabei Erkenntnisse über die Art und Weise der Tatbegehung, die Tatzeit und die Wirkung von Präventivmaßnahmen. Als Konsequenz aus der Studie wird u.a. empfohlen, Gebäude möglichst nicht leer stehen zu lassen und z.B. während der Urlaubszeit von Freunden oder professionellen Haushütern bewohnen zu lassen.
Homesitting
Die Serviceleistung "Haushüten" stammt aus Amerika und England. "Homesitting" hat sich dort schon in den 70er Jahren etabliert. Seit Mitte der 80er Jahre sind Haushüter auch in Deutschland bekannt. Wer vorübergehend auf Reisen oder dienstlich bedingt abwesend ist, überlässt sein Haus oder die Wohnung einem Dienstleistungsunternehmen: Einer geprüften und zuverlässigen Haushüter-Agentur, die die strengen Richtlinien des Verbandes Deutscher Haushüter-Agenturen (VDHA e.V.) erfüllt.
Der Service: Ein Mitarbeiter bewohnt das Anwesen während der Abwesenheit des Besitzers ununterbrochen, er übernimmt die Pflichten des Hausherrn. "In der Urlaubszeit ist auch ein technisch gut gesichertes Haus oft leichte Beute. Aber die Rettung naht in Gestalt eines Haushüters, der für die Zeit der Abwesenheit einzieht und Wache hält". So urteilte die STIFTUNG WARENTEST.
Neben der Tierbetreuung gießen ihre Mitarbeiter die Blumen und pflegen den Garten. Sie leeren den Briefkasten, nehmen Telefongespräche entgegen und senden auf Wunsch auch Post oder Faxe nach. Auch um daheim gebliebene Kinder oder ältere Menschen können sie sich kümmern. In Notfällen, wie Wasserrohrbrüchen oder Sturmschäden holen sie Hilfe vertrauter Handwerker. Nach mehr als 350.000 Einsatztagen ist die Bilanz erfreulich: Es wurde kein Wohnungseinbruch verzeichnet.