Steigende Energiekosten sorgen nicht nur dafür, dass der Sparstift angesetzt wird, sondern sie rufen auch Entwickler und Pioniere auf den Plan. Solche finden sich auch bei der steirischen Firma qpunkt. Dort hat man eher durch Zufall (im Zuge von aerodynamischen Tests bei Autos) begonnen, ein Windkraftwerk für das Hausdach zu entwickeln.
Die Idee solcher Windkraftwerke ist zwar nicht neu, zu echter Serienreife hat sie aber noch niemand geführt. In Graz ist man aber davon überzeugt, sich von bestehenden Produkten abzusetzen. Die Turbine auf dem Hausdach soll vor allem deutlich leiser sein, dank einer ähnlichen Ummantelung wie sie auch bei Flugzeugturbinen eingesetzt wird, außerdem soll sich die Neigung der Rotorblätter an den aktuelle Windverhältnisse anpassen.
Das Projekt befindet sich derzeit noch in der Entwicklungsphase (ein Prototyp soll ab Jänner 2011 in Betrieb gehen), mit dem Serienstart ist laut Angaben des Herstellers Mitte nächsten Jahres zu rechnen. Der Preis einer Anlage, die den Strombedarf eines Durchschnittshaushaltes zur Hälfte abdecken soll, dürfte dann bei etwa 6.000 Euro liegen.
Strom aus Erdgas
Einen anderen Weg geht die deutsche Firma eVita mit ihrem stromerzeugenden Gasbrennwertkessel. Aus dem Erdgas kann mit einem Sterlingmotor bis zu 1 kw Strom gewonnen werden. Da der Kolben des Motors aus einem einzelnen Permanent-Magneten besteht, der magnetisch in der Mitte des Zylinders gehalten wird, soll das Gerät laut Herstellerangaben verschleiß- und wartungsfrei sein. Überschüssiger Strom kann in das Netz eingespeist und vergütet werden. Aufgrund des Anschaffungspreises von ca. 13.000 Euro rentiert sich die Anschaffung allerdings nur bei wenig energieeffizienten Gebäuden.