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Gefahrenerkennung per Mausklick hilft beim Hochwasserschutz

Österreich wurde 2002 und 2005 von schweren Hochwasserkatastrophen heimgesucht. In beiden Fällen war das Schadensausmaß enorm. Eine bessere Vorbeugung und Bewältigung solcher Überschwemmungen ist also gefragt und mit dem Projekt HORA - Hochwasserzonierung Austria - soll dies gelingen. HORA wird vom Lebensministerium gemeinsam mit dem Versicherungsverband Österreich an 25.000 Flusskilometern umgesetzt. Damit ist es für alle Bürger möglich im Internet eine erste Gefahrenabschätzung für das Risiko einer möglichen Überschwemmung mittels Adresseneingabe zu erhalten. Die Kosten des Projektes belaufen sich auf etwa zwei Millionen Euro.

"HORA" als erster Schritt
Das Projekt ist europaweit einzigartig. Nutznießer sind die Bürger, wenn es darum geht, wichtige Informationen zur Überflutungsgefahr beispielsweise des Eigenheimes oder eines Industriebetriebes, einer Infrastruktureinrichtung zu erhalten.

Erkennen Sie rechtzeitig Gefahrenzonen

Ziel des Projektes HOchwasserRisikoflächen Austria (HORA) ist die Visualisierung von Überschwemmungsgebieten für Hochwasserabflüsse HQT der Jährlichkeiten T=30 (Zone 1), T=100 (Zone 2) und T=200 (Zone 3) bezogen auf das im Maßstab 1:500.000 erfasste österreichische Flussnetz (ÖK 500) mit einer Gesamtlänge von etwa 26.000 km Direkte Karten Abfrage Ihrer Region

 

So werden seit dem Frühjahr 2006 Informationen zu 30-, 100- und 200-jährlichen Ereignissen über das Internet in einer digitalen Gefahren-Landkarte rasch und einfach frei abrufbar sein. Diese Informationen dienen der Ersteinschätzung des Risikos, darüber hinaus ermöglicht diese Ausweisung eine Optimierung und Prioritätenfestlegung im notwendigen Hochwasserschutz für Gemeinden, Länder und Bund.

Das Projekt stellt für das Lebensministerium nicht nur einen Meilenstein in der Risikokommunikation dar, sondern spiegelt insgesamt Österreichs Vorreiterrolle am Wassersektor wider. HORA nimmt die Kernforderung der EU-Hochwasserrahmenrichtlinie nach verstärkter Information für die Bevölkerung vorweg und bringt Österreich damit in eine Topposition.

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Helmut Melzer
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