Die Holztafelbauweise ist eine industrielle Bauweise, bei der sowohl tragende als auch nicht tragende Wand und Deckenelemente in einem Werk gefertigt und auf der Baustelle zusammen gesetzt werden.
Die Holztafeln bestehen aus einem Holzrahmen, der im Werk an beiden Seiten mit Platten versehen wird und auf der Baustelle montiert werden. Ausgehend von der Größe unterscheidet man zwischen zwei Arten von Holztafeln:
- Kleintafeln sind 1 bis 1,25 m breit und geschosshoch, daraus montierte Häuser sind nach einem Modulsystem geplant
- Großtafeln sind ebenfalls geschosshoch, ihre Breite ist die eines Raumes oder die des gesamten Gebäudes
Wandaufbau
Die bei der Holztafelbauweise benötigten Wandfertigteile bestehen aus einem Holzrahmen der beidseitig mit Platten geschlossen wird. Der innere Hohlraum ist mit mineralischer Wärmedämmung gefüllt.
An der Innenseite der Tafelelemente wird eine Dampfsperre und eine Gipskartonbeplankung angebracht. Die Außenseite kann als Verkleidung aus beliebigem Material (Holz, Eternit, usw. ..) mit oder ohne Hinterlüftung ausgeführt werden. Es ist auch möglich auf die Tafeln eine Lage Wärmedämmung aufzubringen, die mit Dünnputz verrieben wird.
Deckenaufbau
Die bei der Holztafelbauweise benötigten Deckenfertigteile bestehen aus einem Holzrahmen der beidseitig mit Platten geschlossen wird. Der innere Hohlraum ist mit mineralischer Wärmedämmung gefüllt, falls es sich um die Decke zu einem unbeheizten Raum (Dachboden) handelt. Auf der Oberseite werden Trittschalldämmung und Trockenestrich aufgebracht. Darauf wird der gewünschte Fußbodenbelag verlegt.
Die Unterseite wird mit Gipskartonplatten verkleidet, die auch die Brandschutzfunktion erfüllen. Aufgrund des geringen Flächengewichtes ist der Schallschutz solcher Decken eher gering. Eine Verbesserung des Schallschutzes ist durch das Anbringen einer Gipskartonverkleidung auf Schwingbügeln möglich.