Was in Wien schon erprobt wurde, kommt nun bundesweit: Auf Initiative der Wirtschaftskammer können Immobilientreuhänder, also Makler, Immobilienverwalter und Bauträger mit der Immobiliencard einen Berufsnachweis lösen.
Der Konsument soll so sofort erkennen können, ob ihm ein Spezialist gegenübersteht, der entweder selbst die Gewerbeberechtigung oder aber ausgebildeter Mitarbeiter eines entsprechenden Unternehmens ist. So können sich Immobiliensuchende vergewissern, ob Sie es mit einem Profi zu tun haben, der etwa im Falle einer nachteiligen Falschberatung über die nötige Berufshaftpflichtversicherung verfügt.
Auch soll so Klarheit bezüglich der verschiedenen Konzessionen im weiten Feld der Immobilienbranche geschaffen werden. Dass diese nicht immer herrscht, weiß Gerald Golenz, Obmann der Fachgruppe Steiermark: „Es gibt Firmen, die sich etwa als Bauträger dem Kunden präsentieren, aber dafür keine Konzession haben. In emotionalen Verkaufssituationen vergisst jedoch der Kunde meist, den Verkäufer nach Details zum Unternehmen zu fragen, das kann unangenehme Folgen haben und die wollen wir schon von vorneherein vermeiden".
Besseres Image für die Branche
Auf der Onlinedatenbank der WKO (über die sich Makler die Karte auch besorgen können) kann der Kunde nun sein Gegenüber auf die nötigen Voraussetzungen wie Gewerbeschein prüfen. Die Initiative ist derzeit EU-weit einzigartig und soll auch die Bemühungen um Transparenz und geschlossen-seriöses Auftreten der Branche widerspiegeln wie Fachverbandsobmann Thomas Malloth betont: „Mit der Immobiliencard haben wir endlich die Möglichkeit uns am Markt einfach, transparent und unmittelbar nachvollziehbar als legitimierte Immobilienprofis auszuweisen. Jahre der Investition in Ausbildungsschienen bis hin zu den Universitäten haben sich somit gelohnt gemacht".