Die Innendämmung wird oft als preisgünstige und leicht herzustellende Alternative gepriesen. Da die Außendämmung sehr oft aber dann aufgebracht wird, wenn ohnehin ein neuer Anstrich oder Putz fällig wäre, ist sie oft kosteneffektiver. Bei nachträglicher Dämmung von Kellerräumen zum Beispiel ist natürlich die Innendämmung günstiger.
Außendämmung ist besser
Bei der Innendämmung bleibt die Fassade erhalten, es ist ein schnelleres Aufheizen möglich und die Anbringung ist witterungsunabhängig. Die Dämmstoffdicke ist meist begrenzt, die Wohnfläche wird reduziert, Wärmebrücken sind praktisch unvermeidlich und man hat eine reduzierte Wärmespeicherfähigkeit. Generell ist eine Außendämmung der Innendämmung vorzuziehen, es gibt dafür nur wenige Ausnahmen:
- wenn die Fassade erhalten werden muss (Denkmalschutz)
- wenn die Außendämmung technisch nicht möglich ist (Grundstücksgrenzen)
- wenn das Gebäude schnell erwärmt werden soll (Wochenendhaus).
Dämmwirkung
Die Dämmwirkung hängt nicht von der Dämmstärke ab sondern vom Material. Es gibt Dämmstoffe die bei 2cm Dicke Werte einer 20cm Glaswolldämmung erreichen. Dämmstoffdicken (ab 10cm) sind im Innenbereich aus Platzgründen oft nicht realisierbar. Vorsicht ist auch bei Außenwänden mit Wasserleitungen geboten.
Hier ist es schon vorgekommen, dass Leitungen nach dem Aufbringen einer Innendämmung zugefroren sind. Die Außendämmung liegt als Dämmschicht über allen Schwachstellen und deckt die Wärmebrücken zu. Das können Sie mit der Innendämmung nur unzureichend bewerkstelligen!