Das iPad von Apple ist dabei, sich durchzusetzen. Vor allem als Freizeitinstrument könnte es wegweisend werden, erste "Nachahmer" wie das Galaxy Tab von Samsung sind ebenfalls bereits auf dem Markt.
Mittelding zwischen MacBook und iPhone
Das iPad verfügt über einen 25cm großen Bildschirm mit Touchscreen, der auch (wie das iPhone) mehrere Fingerberührungen gleichzeitig erfassen kann und auf dem Texte über eine virtuelle Tastatur im Querformat eingegeben werden können. WLAN und Bluetooth sind automatisch an Bord, einige Modelle verfügen auch über ein 3G-Modem, um über HSDPA-Verbindung in Internet einzusteigen. Je nach Ausführung stehen 16 bis 64 GB Speicherplatz zur Verfügung.
Steuerungsfunktionen
Ähnlich wie beim iPhone drängen unzählige Hersteller mit iPad-Applikationen auf den Markt. Ein Trend der sich abzeichnet: Das iPad soll nicht nur als Multimedia-Zentrale für unterwegs fungieren, sondern kann auch als "Fernsteuerung" für die intelligente Haussteuerung verwendet werden. Im Gegensatz zum iPhone bietet der Bildschirm eine ausreichend große Benutzeroberfläche für eine wirklich bequeme Bedienung. Via App mit der eigentlichen Zentrale der Haussteuerung verbunden, können sämtliche Funktionen wie die Steuerung von Licht, Jalousien, Heizung und vor allem natürlich sämtlichen vernetzten Multimediaanwendungen vom iPad übernommen werden. Firmen wie Loxone bieten solche Systeme bereits als fertige Applikationen (nicht für das iPad sondern auch für iPhone oder die Galaxy Smartphones von Samsung) an, mit denen die erwähnten Funktionen aber auch weitere gesteuert werden können - von der Alarmanlage bis zur Sauna.
iBooks
Was die Inhalte betrifft, laufen einerseits sämtliche bekannten iPhone-Apps, andererseits soll "iBooks" zur DER neuen iPad-Applikation werden: In einem eigenen Bookstore (vergleichbar mit iTunes) können elektronische Bücher heruntergeladen und am Gerät gelesen werden. Bei der Akku-Dauer spricht Apple von bis zu 10 Stunden.
Freilich mangelt es auch nicht an Kritikpunkten: So verfügt das Gerät über keinen Widescreen und ist nicht Multitasking-fähig, außerdem fehlen eine Kamera. Ob iBooks den Buchmarkt umkrempeln kann, wird ebenfalls bezweifelt, da der LCD-Bildschirm nicht unbedingt für stundenlanges Lesen geeignet ist.
Es bleibt also abzuwarten, ob Apple mit dem iPad unser mobiles User-Verhalten tatsächlich revolutionieren wird. Dabei sollte man aber nicht vergessen: Anfang des letzten Jahrzehnts revolutionierte Apple mit dem iPod unsere mobilen Hör-Gewohnheiten, wie es davor nur dem Walkman von Sony gelungen war.