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Schwammerl sollten im Wald und nicht zu Hause wachsen

Schimmel kann auch Holz angreifen

So genannte Tauwasserbildung, im Fachjargon Oberflächenkondensat genannt, an der Innenseite von Bauteilen ist die häufigste Ursache der Schimmelbildung. Diese Kondensation entsteht, wenn die Oberfläche des Bauteiles kälter als die auftretende Luft ist. Vergleichbar ist das Ganze mit der Tauwasserbildung auf einer Wiese.

An sich ist vom Gesetzgeber (zumindest für Neubauten) ein maximaler, mittlerer k-Wert von Außenbauteilen vorgeschrieben. So sollte bei üblicher Nutzung und dementsprechender Heizung und Lüftung eine Tauwasserbildung in der Regel ausgeschlossen werden.

 

Abgesehen von der Definition der "üblichen Nutzung" betrifft die Vorschreibung des mittleren k-Werts vor allem ungestörte Flächen. Das sind Wärmebrücken in Ecken mit davor stehenden Luftschichten. Diese haben höhere Wärmeübergangswiderstände und damit ungünstigere Oberflächentemperaturen.

Tauwasser bildet sich zuerst immer auf den kältesten Bauteiloberflächen. Früher hat man mit der üblichen Einfachverglasung die Tauwasserbildung konzentriert. Heute wird sie in den Bereichen von Wand und Decke zuerst sichtbar.

 

Die häufigste Schimmelbildung entsteht in der Regel über dem Kellergeschoß und unter der letzten Decke, unter dem nicht ausgebauten Dachboden. In Raumecken erkennt man durch die Ausbreitung des Schimmelpilzes den Einfluss einer unzureichenden Wärmedämmung des Mauerbaustoffes.

Ein Schimmelstreifen unter oder über der Decke deutet darauf hin, dass die Deckenkante innerhalb der Außenwand nicht ausreichen wärmegeschützt ist. Bei den heutigen Bauten wird die Außenwand immer durch die aufliegende Decken aus Beton unterbrochen.

 

Bis Mitte der 80er wurde die Deckenkante mit einer halbsteinigen Vormauerung oder einer vorgestellten Holzwolle-Leichtbauplatte oder Mehrschichtplatte von 25 bis 35 cm Stärke als zusätzliche Wärmedämmung versehen. Diese Wärmebrücke innerhalb der Außenwandfläche muss auf den normengerechten Mindestwert des Wärmeschutzes untersucht werden.

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Helmut Melzer
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