Die Mehrheit von kleinen Firmen gibt als größtes Problem des Geschäftsalltages an, dass sie zu wenig Zeit haben. Gerade in drohenden Krisenzeiten, wo Preise weiter fallen können und sich der Wettbewerb stärker bemerkbar macht, ist es wichtig, Zeit fürs Wesentliche zu gewinnen.
Wie sieht der Tagesablauf von vielen kleinen Unternehmen in Wirklichkeit aus?
Mitarbeiter einteilen, Reklamationen nachgehen, Zahlungen urgieren, auf den Baustellen aushelfen, mit Kunden diskutieren, am Wochenende werden Angebote geschrieben und irgendwo dazwischen urgiert man neue Aufträge.
Zeit ist das wertvollste Gut in unserer Gesellschaft geworden. Werden Märkte enger, müssen noch mehr Handlungen gesetzt werden, um Aufträge zu bekommen und um „leben“ oder „überleben“ zu können. Es gibt aber auch eine nicht zu vernachlässigende Anzahl von Unternehmen, die Zeit haben, über Dinge nachzudenken. Diese sind meistens die erfolgreichen Unternehmen, die viel unternommen haben, um erfolgreich zu sein. (Sie sind Unternehmer und nicht Unterlasser!)
Der erste Schritt zur Veränderung ist, sich ein bis zwei Tage wirklich vom Betrieb zurückzuziehen, das heißt ohne Handy, ohne E-Mail während des Tages – am besten in einer neuen Umgebung entspannen und Zeit haben – mehr Zeit für das Wesentliche.
Schreiben Sie alle Ihre Gedanken auf, Ihre Erledigungen, die noch offen sind und ordnen Sie sie nach Prioritäten.
- Was davon ist wirklich wichtig und dringend? Sehr oft wird Dringlichkeit mit Wichtigkeit vermischt und die Ordnung fällt einem schwer.
- Was von meiner Liste dient dem Selbstzweck und was bringt mich wirklich weiter? Z.B. wird eine Nachkalkulation von vielen als unnötig erachtet, weil das Geld ja eh schon „weg“ ist. Die Klugen lernen daraus, was sie nächstes Mal anders machen sollten. Erfahrungswerte zeigen, dass 75% des möglichen „Reingewinns“ durch Nacharbeiten wieder verloren geht. Ein anderes Beispiel ist, die Wichtigkeit eines Inserates im Lokalblatt zu überdenken. Wenn ich es nicht schaffe auch ohne lokale Werbung nur mit dem Bekanntheitsgrad zu operieren, dann habe ich als bereits mehrjährig tätiger Unternehmer möglicherweise ein Problem.
- Stellen Sie sich Fragen, die Sie sich im Alltag viel zu selten stellen, .z.B.
- Wie schaut Ihr Ablauf aus von Kundenbestellung bis zur Fakturierung an den Kunden? Läuft alles reibungslos? Wie wichtig ist es, Abläufe zu fixieren?Viele von Ihnen haben keine Zeit, darüber nachzudenken. Und die Frage im täglichen Tun ist: Was mache ich aus Gewohnheit und was mache ich aus Bequemlichkeit?
Der erste Schritt in eine neue, positive Richtung zu gehen, ist Gewohnheiten und Bequemlichkeiten über Bord zu werfen - außer Sie sind erfolgreich. Dann waren die vorangegangenen Zeilen für Sie nur eine Erinnerung.