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Fehler beim Kellerbau begleiten den Bauwerber oft ein Leben lang.

HGW

= höchster Grundwasserstand. HGW 50 bzw. 100 steht demnach für den statistischen Grundwasserstand der letzten 50 bzw. 100 Jahre.

Beim gemauerten Keller unbedingt die Qualität der Abdichtung prüfen, im Schadensfall ist eine Sanierung von innen kaum möglich.

Oft wird WU-Beton angeboten aber kein WU-Betonkellerbauwerk gebaut. Neben der Betonqualität ist das richtige Einfüllen des Betones sowie die rissmindernde Stahlbewehrung nur eine von vielen Grundvoraussetzungen. Verlangen sie den Bewehrungsplan zum Nachweis des fachgerecht ausgeführten Kellerbauwerks.

 

Während Kellerbauwerke nahezu immer Anforderungen an die Tragfähigkeit erfüllen, liegen bei nahezu jedem dritten Keller Dichtheitsprobleme vor.

Bauschäden im Bereich Keller

Auch beim Kellerbau ist die Planungsphase wichtig, damit das spätere Auftreten etwaiger Baumängel schon vor Baubeginn verhindert werden kann:

 

Wasserstand

Während oftmals zum Grundwasserstand nur der Wasserangriff von unten erfasst wird, kommt es bei lehmigen, bindigem Boden nach Regenfällen gleichermaßen schnell zum Wasseranstau am Kellerbauwerk. Der Bemessungswasserstand und die Bodenverhältnisse müssen zu jedem Kellerbauwerk vor Planung und Beauftragung erhoben werden.

 

Der Bemessungswasserstand ist der am höchsten zu erwartende Grundwasserstand. Wobei bei Grundwasser nicht unterschieden wird, ob das Wasser von unten (also beispielsweise als Schichtenwasser), oder von oben (als Regenwasser) anfällt. Idealerweise wird der "HGW 100" oder der "HGW 50", also der statistische Grundwasserstand der letzten 100 oder 50 Jahre, über eine naheliegende Messstelle erhoben und für das eigene Bauwerk verwendet. Auskunft dazu gibt die zuständige Gemeinde, das Wasseramt oder ein Geologe.

 

Erst wenn bekannt ist ob drückendes oder nichtdrückendes Wasser am Bauwerk ansteht, kann die Lage und Ausführung allfälliger Kellerfenster, die Art der Abdichtung und auch die Ausführung zur Kellerdämmung festgelegt werden. Beispielsweise werden Perimeterdämmplatten immer öfter in Form von hydrophobierten, expandiertem Polystyrol angeboten. Diese sind jedoch nicht für dauerhaft anstauendes Wasser geeignet. Hierzu sind Dämmstoffplatten aus extrudiertem Polystyrol zu verwenden und vollflächig auf die Kellerwände zu kleben.

 

Der Bemessungswasserstand ist auch relevant für die Art und Ausführung der Feuchtigkeitsabdichtung. Vom Wasseranstau hängt ab, ob ein oder zwei Lagen Flämmbahn aufgebracht werden müssen, bzw. über welche Trockenschichtstärke eine Bitumendickbeschichtung verfügen muss. Wer den Bemessungswasserstand nicht rechtzeitig erhebt, legt den Grundstein für spätere Bauschäden durch Wassereinwirkung.

 

Kellernutzung

Ein häufiger Schadensgrund ist auch, dass viele Bauherren sich über die geplante Kellernutzung und die damit verbundenen Fragen nicht immer im Klaren sind: Auch ein "Dichtbetonkeller" (Weisse Wanne, WU-Betonbauwerk) benötigt bei späterer Wohnnutzung eine Feuchtigkeitsabdichtung, wenn auch nur als Dampfsperre. Zu Letzt, aber nicht abschließend, die Empfehlung zur Beauftragung eines "Dichtbetonkellers" nach WU-Betonrichtlinie.

 

Außerdem: Oft wird ein WU-Beton angeboten aber kein WU-Betonkellerbauwerk gebaut. Neben der Betonqualität ist das richtige Einfüllen des Betones sowie die rissmindernde Stahlbewehrung nur eine von vielen Grundvoraussetzungen. Verlangen sie den Bewehrungsplan zum Nachweis des fachgerecht ausgeführten Kellerbauwerks. Während Kellerbauwerke nahezu immer Anforderungen an die Tragfähigkeit erfüllen, liegen bei nahezu jedem dritten Keller Dichtheitsprobleme vor.

Haben Sie Fragen zum Thema? Wenden Sie sich direkt an unseren Baumängel-Experten Günther Nussbaum-Sekora.

Günther Nussbaum-Sekora
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