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d222/MABA_Keller

Kelleraußenwände

Der Keller dient als Heizungs- und Brennstoffraum, Lebensmittel werden gelagert, Sauna, Waschraum, Arbeitsräume und oft auch vielleicht einmal ein Gästezimmer finden dort ihren Platz. Der Keller bietet auch einen optimalen Puffer gegen Kälte und Bodenfeuchtigkeit.

Die natürliche und kostenlose Erdwärme ermöglicht im Keller meist konstante Temperaturen von ca.12° bis 13° C egal ob Sommer oder Winter. An südlichen Hanglagen lassen sich auch gemütliche Wohnräume unterbringen. Vorteilhaft ist es, sofern es möglich ist, Außeneingänge zum Keller vorzusehen!

Kellerwände können aus Beton oder mit Mauerwerk hergestellt werden. Sie müssen nicht nur eindringendes Wasser abhalten, sondern auch dem seitlichen Erddruck standhalten.
Kellerwände sind aus Beton oder aus sonstigen, gegen Verwitterung, Nässe und dergleichen widerstandsfähigen Baustoffen herzustellen. Bei mörtelgebundenen Baustoffen sind Zementmörtel zu verwenden. Baustoffe mit Hohlräumen dürfen für solche Teile von Bauten nicht verwendet werden, die überflutet werden können.

Zur Skizze:
1. Kellerwanddämmung
2. Drainagerohr
3. Fundament
4. Rollierung gegen aufsteigende Nässe
5. Spritzwasserabstand EG-Putz / Erdboden
6. Spritzwasserfestes Sockelmauerwerk
7. Erdgeschossputz

 

Baustoffe:
Beton: Die Betonwand hat den Vorteil hoher Druckfestigkeit und wird daher am häufigsten verwendet. Ein Fugenband in der Mitte der Außenwände verhindert das Eindringen von aufsteigenden Wässern. Die Anforderungen an Kellerwände sind enorm, sie stellen eine künstliche Barriere im gewachsenen Boden dar. Kellerwände müssen tragfähig sein, dem seitlichen Erddruck, insbesondere bei Hanglage widerstehen und gegen Feuchtigkeit und Kälte abschirmen.
Mauerwerk: Die Ausführung mit Hohl- oder Vollziegel stellt eine baubiologisch wünschenswerte Alternative dar, widerspricht vielfach dem Bautechnikgesetz. Bei der Wandstärke muß auf die statischen Erfordernisse Rücksicht genommen werden. Den Witterungsschutz übernimmt ein Außenputz mit Anstrich. Waagrechte und senkrechte Sperrschichten verhindern das Eindringen und Aufsteigen von Feuchtigkeit. Eine Drainage leitet z.B. Hangwasser ab. Eine wasserdurchlässige Hinterfüllung aus Rollkies läßt Regenwasser bis zur Drainage durchsickern, ohne daß es sich an der Wand staut.

Die Weiße Wanne
Eine Möglichkeit der Wannenausbildung besteht darin, daß man mit wasserundurchlässigem Beton eine allseits wasserdichte Wanne betoniert, die mindestens 30 cm über den höchstmöglichen Grundwasserstand reicht. (siehe Grundwasser)

Sockelbereich: Hier schützt ein Sperrputz die Wand vor Durchfeuchtung durch Spritzwasser. Auch eine Vorsatzschale aus dichtem Klinkermauerwerk im Sockelbereich ist möglich.

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Veronika Mitterhofer
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