Zwei klima:aktiv Musterhäuser in Bau
Rund achtzig Unternehmen aus der Baubranche beteiligen sich im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Lebensministeriums an der Errichtung von zwei klima:aktiv Musterhäusern. In Tulln wird ein Massivgebäude errichtet, in Wien ein Fertighaus.
In einer gemeinsamen Aktion von Unternehmen aus der Baubranche, dem Lebensministerium, dem Ökobau Cluster Niederösterreich (ÖBC) und dem Netzwerk Energie entstehen zwei Häuser, bei denen die Anwendung von Passivhaustechnologien mit ökologischen Kriterien verbunden wird. Beide Gebäude zeichnen sich durch minimalen Energiebedarf, optimales Raumklima, den Einsatz erneuerbarer Energieträger und besonders umweltfreundlicher Materialien aus.
"Wer ein neues Haus baut, kann einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten und für die Energiekosten der Zukunft vorsorgen. Die klima:aktiv Musterhäuser sollen Vorbildwirkung für die gesamte Baubranche und die Bauherrn haben. Ziel ist es, dass in naher Zukunft mehr als 10 Prozent aller Neubauten klima:aktiv sind", so Umweltminister Josef Pröll anlässlich des Starts der Initiative "klima:aktiv Musterhaus".
So wird gebaut
Bei beiden Gebäuden liegt ein starker Focus auf der qualitätsgeprüften Verbesserung des Innenraumklimas durch schadstoffarme bzw. lösemittelfreie Materialien. Dies kommt sowohl den zukünftigen Bewohnern als auch den Verarbeitern und der Umwelt zugute.
Dabei kommen im Wesentlichen keine neuen Materialien und Methoden zum Einsatz, sondern innovative Gesamtkonzepte. Z.B. stellten sich die Firmen der Herausforderung, mit Biomasse kleinste Heizleistungen eines Passivhauses technisch sauber zu lösen. Oder die hohen Anforderungen der Gebäudedichtheit kosteneffizient umzusetzen und mit der Materialauswahl im Innenraum sorgfältig umzugehen.
Beide Gebäude haben eine Wohnnutzfläche von rund 150 bis 170 m². Die Familien, die die Häuser bewohnen, sind im Consulting- bzw. Beratungsbereich tätig. Die Keller werden für Büro- und Seminarnutzung ausgebaut.