Auf den ersten Blick hat ein Kamel mit einem Lüftungsgerät nicht viel gemeinsam: das eine trabt durch die Wüste, das andere ermöglicht einen Luftaustausch zwischen innen und außen. Sicher: Beide können heiß laufen. Aber mehr noch: Für Geräte mit Wärmerückgewinnung durch Wechselströmung hat man sich einiges vom Kamel abgeschaut. Es reduziert auf ähnliche Weise Feuchtigkeitsverluste durch Atmung. Durch Nasenschleimhäute mit besonders großer Oberfläche wird der Atemluft beim Ausatmen die enthaltene Feuchtigkeit entzogen. Beim Einatmen wird die gespeicherte Feuchtigkeit wieder an die trockene Wüstenluft abgegeben. Und übertragen auf Lüftungsgeräte bedeutet das: Beim Ausblasen der Luft nach außen wird die Speichermasse durch den Luftstrom erwärmt, beim Einsaugen der Luft wird die gespeicherte Wärme wieder von der hereinströmenden Außenluft aufgenommen.
Marktstudie liefert Überblick
Nicht alle mechanischen Lüftungsanlagen funktionieren nach diesem einfachen Prinzip, eine Vielzahl von Konstruktionen erschwert den Überblick und die Auswahl des richtigen Gerätes. Dies war mit ein Grund, warum die Holzforschung Austria (HFA) im Rahmen eines Kompetenzzentrums Holztechnologie eine Marktübersicht dezentraler Lüftungsgeräte erarbeitet hat.