Wollen Sie Decken- und Wandflächen anstreichen, müssen Sie zuerst die Flächengrößen (Länge bzw. Höhe x Breite) ermitteln. Rechnen Sie zu der gemessenen Fläche noch ca. 10 % für Laibungsflächen hinzu (als Laibung bezeichnet man die innere Seitenfläche einer Öffnung in einer Wand oder einer Nische, z.B. eine Fenster- oder Türlaibung).
Türen- und Fensterflächen werden nicht berücksichtigt. Vergessen Sie auch bei Regalen oder Zäunen keinesfalls die Schmalseiten miteinzuberechnen, sonst kann Ihnen passieren, dass ein großer Teil an Farbe fehlt.
Wenn Sie die Flächengrößen ermittelt haben, können Sie sich leicht ausrechnen, wie viel Farbmaterial Sie benötigen. An den Gebinden wird meist angegeben, wie viele Quadratmeter sie unter "normalen Umständen" (also bei vorbehandelten Untergründen, z.B. durch Grundierungen) beschichten können.
Untergrundvorbereitung
Der Untergrund muss tragfähig, sauber und eben sein. Nicht tragfähig sind z.B. Wände mit Putzrissen, nicht grundierter Gasbeton oder kreidende oder abplatzende Anstriche. Bei der Verwendung lösemittelhältiger Anstriche auf bereits vorhandenem, nicht lösemittelhältigem Untergrund, wird dieser zuvor noch tragfähige Untergrund nicht mehr tragfähig.
Genauso verhält es sich mit Dispersionsanstrich, der keinensfalls über einen Leimfarbenanstrich aufgetragen werden darf: die untere Schicht wird sonst angelöst und platzt spätestens beim Zweitanstrich auf.
Im umgekehrten Fall - Leimfarbe auf Dispersion - treten keine Probleme auf. Ratsam wäre es jedoch, bei dem Anstrich zu bleiben, der schon aufgetragen wurde, es sei denn, dieser ist nicht mehr tragfähig.Nicht mehr tragfähige Anstriche müssen entfernt werden.
So werden z.B. Kalk- und Zementfarben abgewaschen oder abgeschert, während Lacke erwärmt oder angeschmolzen (abgebrannt) werden. Trockenes Abschleifen oder Abbürsten sollten Sie nur für kleine Flächen wählen.