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Außenmauer

 


Bei Außenmauern werden meistens Mauerwerksarten mit hohen Anforderungen z.B. betreffend Wärmedämm-Erfordernisse verwendet. Dafür gibt es besondere Ziegel bei jedem Hersteller. Der  Wärmedämmwert sollte das Entscheidungkriterium sein.

Mauerwerksarten

 

  • Mauerziegeln (MZ), voll oder gelocht, Normalformat-Ziegel (NF-Ziegel)
  • Ziegelformat 12 x 25 x 6,5 cm, resultieren Wanddicken von 12 und 25 cm, wird nur in Spezialbereichen ( z.B. bei Unterfangungen, Ausmauerungen von Öffnungen, Einmauern von Badewannen oder Brausetassen usw.) oder zum Mauern von Ziegelpfeiler verwendet
  • Mauerwerk aus Hohlziegeln (Hochlochziegeln) von 17,5 - 50 cm oder aus Langlochziegeln 6 bis 12 cm stark, in beiden Fällen sind die Luftkammern horizontal angeordnet sind, werden bei Trenn- und Zwischenwänden verwendet, können aber nur bis zu einer bestimmten Wandhöhe eingesetzt werden
  • Mauerwerk aus Ziegelsplitt-Hohlblocksteinen 25 bis 38 cm dick
  • Mauerwerk aus Leichtbeton-Hohlblocksteinen 25 bis 38 cm dick
  • Mauerwerk aus Gasbeton-Planblöcken von 17,5 bis 30 cm Dicke, wird mit speziellem Mörtel gemauert, benötigt zusätzlich spezielle Bewehrungsgitter, welche in den horizontalen Fugen nach den Verarbeitungsrichtlinien des Erzeugers eingelegt werden
  • Mauerwerk aus Gipsbauplatten 6 bis 10 cm dick, wird bei Trenn- und Zwischenwänden verwendet und kann nur bis zu einer bestimmten Höhe errichtet werden. Die Platten sind mit Nut und Feder und werden mit Klebegips verbunden und malfertig gespachtelt
  • Mauerwerk aus Blähtonsteinen, 6 bis 20 cm dick. Dieses Mauerwerk wird bei Trenn- und Zwischenwänden verwendet und kann nur bis zu einer bestimmten Höhe errichtet werden
  • Mauerwerk aus Abbruchziegeln bietet sich an um vorhandene Baumaterialien  wiederzuverwenden, insbesondere wenn die Abbruchziegel ein Format haben welches den heutigen Ziegelabmessungen entspricht. ”Alte Formaten” werden nur selten verwendet. Abbruchziegel müssen vorsichtig ausgelöst, gereinigt und zwischengelagert werden.
  • Mantelbetonsteinwände in Wanddicken von 15 bis 50 cm, sind innen hohl und werden nach Errichtung der Wände mit Beton in einer Festigkeitsklasse entsprechend den Anforderungen gefüllt. Die Steine bestehen aus Leicht- oder Holzbeton, wobei die Wanddicken variieren können. Zur Erhöhung der Wärmedämmung werden Steine mit Hartschaumstoffeinlagen verwendet. Lotrechten Fugen müssen beidseitig mit  Zementmörtel verstrichen werden
  • Mantelbetonplattenwände in Wanddicken von 15 bis 50 cm. im Gegensatz zu Mantelbetonsteinwänden übernimmt die Schalungsfunktion nicht eine Wand aus Ziegelstein, sondern großformatige Platten aus Leicht- oder Holzbeton, deren Zwischenraum mit Beton aufgefüllt wird. Die Platten werden mit Bewehrungselementen verbunden und nach statischen Erfordernissen mit Baustahl bewehrt, der Beton verbindet sich mit den Platten und bildet mit ihnen somit eine Einheit
    • Zur Erhöhung der Wärmedämmung kann an der äußeren Seite eine Mehrschichtplatte mit Dämmstoffeinlage verwendet werden
    • Zur Erhöhung der Stabilität werden neben Beton mit höherer Festigkeitsklasse auch Mantelbetonplatten mit hoher dynamischer Steifigkeit (schwer) verwendet
  • Bei Sichtmauerwerk wird die Oberfläche nicht verputzt, daher werden nur  ausgesuchte kantenreine Ziegel oder Klinker (höherwertig) verwendet. Das Sichtmauerwerk kann auch als Vormauerung vor einer anderen (tragenden) Mauer ausgeführt werden. Die Fugen werden mit Zementmörtel geschlossen (verbrämt) wobei die Fugenoberfläche bündig mit dem Stein oder vertieft ausgeführt werden kann
    • Werden Ziegel im Sichtmauerwerk hochkant (Seiten- und Frontansicht senkrecht) aufgestellt ist es vorteilhaft Ziegel mit deutschem Format zu verwenden, da auf die Breite (11,5 cm) eines Ziegels zwei Ziegel in der Höhe (5,2 cm) passen bzw. auf die Ziegellänge (24 cm) zwei Ziegel in der Breite (11,5 cm) oder vier Ziegel in der Höhe (5,2 cm)  passen 
  • Natursteinmauerwerk wird nur noch für besondere Gestaltungsmöglichkeiten bzw. als Stütz- und Gartenmauern verwendet

 


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Helmut Melzer
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