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Was soll erledigt werden?

Wo? (PLZ)



Nässeschutz von Bauteilen

In Fensterglaskondensation
Jeder kennt das Phänomen der beschlagenen Scheiben beim Kochen: am Küchenfenster bildet sich Kondenswasser durch die Wärme und Feuchtigkeit im Raum (bei niedrigere Außentemperaturen). Bei einer Raumluft von +20° C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50% fällt bei allen raumseitigen Oberflächen, die eine Temperatur unter +9° C aufweisen, Kondenswasser an.

 

Das sichtbare Kondenswasser an den Scheiben betrifft möglicherweise nicht nur die Fenster sondern auch Außenwände und evtl. die Innenwände der Küche sofern ihre Oberflächentemperatur unter 9° C liegt

 

Diffusionswiderstände
Der µ-Wert ist eine Verhältniszahl und gibt an, wie viel mal mehr Widerstand ein Baumaterial der Feuchte in dampfförmiger Form entgegensetzt als eine gleichstarke Luftschicht. Die nebenstehende Tabelle bietet einen Überblick über die µ-Werte einiger wichtiger Baustoffe. Sie zeigt, dass die Spannweite von dampfdicht (hoher µ- Wert) bis vollkommen dampfdiffusionsoffen (geringer µ- Wert) reicht.

Es ist sehr wichtig, dass der Wasserdampfdiffusionswiderstand von Bauteilen nach außen immer geringer wird, damit eine eingeschlossene Baufeuchte rasch austrocknen kann.

 

Baustoff µ- Wert
dampfdicht PAE-Folie 100.000
bitum. Dachbahn 40.500
PE-Folie (Polyethylenfolie) 35.000
Dampfsperre 15.000
Bitumenpappe 3.000
Mauerwerk-Klinker 100
Beton 50 - 100
Polystyrol 30 – 200
Kalk-Zement-Putz 35
Putz 10
Vollziegel 10
Hohlziegel 8
Gipskarton 8
Ytong 5
Wärmedämmputz 5
Mineralfaser/Mineralwolle 1,2
Luft 1

Kondensatbildung
Tauwasser tritt immer auf der warmen Seite kalter Bauteile auf. Große Temperaturdifferenzen und hohe Luftfeuchtigkeit erhöhen den Dampfdruck. Dampfdichte Stoffe sollten immer an der Innenseite, weniger dampfdichte Stoffe an der Außenseite von Bauteilen situiert werden.

Um Kondenswasserbildung zu vermeiden sollten dampfdichte Stoffe immer an der Innenseite, weniger dampfdichte Stoffe an de Außenseite angebracht werden, der Diffusionswiderstand soll nach außen hin abnehmen.

 

Liegen dampfdichte Stoffe außen, so muß an der Innenseite die Dampfbremse oder Dampfsperre angebracht werden, um Wandfeuchtigkeit und Schimmelbildung vorzubeugen. Dampfbremse und Dampfsperre müssen innerhalb des Taupunktes  im warmen Bereich liegen.

In “zu gut” gedämmten Bauten kann es trotzdem zur Kondenswasserbildung kommen, daher ist zu beachten:

  • Werden manche Räume nicht beheizt, so dringt von Nachbarräumen Wärme und Feuchte ein (Küche, Bad, ..).  Durch den niedrigen Taupunkt kann es zur Kondenswasserbildung im unbeheizten Raum kommen.
  • Geringe Luftzirkulation im Raum und gut schließende Fenster verhindern das Abströmen der Feuchtigkeit, die Feuchtigkeit sammelt sich im Baumaterial und in den Möbel.
  • Raumwinkel an Außenwänden und Bereiche hinter großflächigen Möbel sind durch geringe Luftbewegung und größere Abkühlung mehr Feuchtigkeit ausgesetzt.
  • Fliesen an der Innenseite von Außenwänden behindern den Feuchtigkeitstransport.


An der Wandinnenseite sollten kondensatspeichernde Schichten wie z.B. Putz angebracht werden, welche die Feuchtigkeit aufnehmen und wieder an den Raum abgeben können.

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Helmut Melzer
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