Steigende Energiekosten
Steigende Energiekosten stellen Industrie, Gewerbe und vor allem Kommunen vor eine große Herausforderung. Um Gebäude möglichst effizient und kostengünstig zu beheizen und zu klimatisieren werden auch in diesem Bereich Möglichkeiten gesucht, welche sowohl die Kosten- als auch die Umweltseite bestmöglich bedienen.
Eine hervorragende Lösung stellen in diesem Fall Wärmepumpen dar. Nicht nur Ein- und Mehrfamilienhäuser, sondern auch Produktions-, Lager- und Sporthallen, Bürogebäude, Schwimmbäder, Museen und Hotels, ja sogar ganze Wohnsiedlungen können mittels Wärmepumpen hervorragend beheizt und gekühlt werden.
Hohe Anforderungen
Die Anforderungen sind bei Großanlagen komplexer als bei Ein- und Zweifamilienhäusern. Es müssen nicht nur größere Heizleistungen erbracht werden, auch Aspekte wie z.B. Wärmerückgewinnung oder paralleles Heizen und Kühlen sind bei der Anlagenauslegung zu berücksichtigen. Dabei müssen die Wärmepumpen meist an eine elektronische Bus-Steuerung angebunden werden und großen Belastungen unter ständig wechselnden Bedingungen gewachsen sein.
Wärmepumpen ab einer gewissen Größenordnung eignen sich auch ideal zur Nutzung von Niedertemperatur-Fernwärme, Abwärme jeglicher Art, Abluft, Prozesswärme, geothermischer Energie, sowie zur Rücklauftemperaturanhebung von Heizungsnetzen.
Mit neuer Technik zu Spitzenleistungen im Bereich Großanlagen
Um ein neues, viel versprechendes Marktsegment zu erschließen, hat OCHSNER nun sein Programm an Großwärmepumpen überarbeitet. Da in bestehenden Büro-, Geschäfts- und Verwaltungsgebäuden und in anderen gewerblich und industriell genützten Bauten meistens Radiatorenheizungen bedient werden müssen, sind hier - wie auch häufig bei Altbauten im Bereich der Ein- und Mehrfamilienhäuser - hohe Vorlauftemperaturen nötig. Die neue OCHSNER Baureihe Plus für Großbauten, Industrie und Gewerbe ist Dank seiner Technik geeignet, diese Anforderungen zu erfüllen.
Erst planen, dann heizen
Bei der Nachrüstung mittels Wärmepumpen sollte der Haustechnikplaner in folgenden Schritten vorgehen: zuerst muss geprüft werden, welche Wärmequelle im speziellen Fall geeignet ist. Im Hinblick auf die Effizienz der Wärmepumpe stellt die Verwendung von Grundwasser die beste Wahl dar. Bei Nutzung von Erdwärme hingegen müssen für die Bohrung von Erdwärmesonden ausreichend Freiflächen zur Verfügung stehen.
Die Dimensionierung der Wärmepumpe richtet sich unter anderem nach dem bisherigen Öl- oder Gasverbrauch, denn anhand dieser Werte lässt sich die effektiv benötigte Heizleistung berechnen. Findet man mit bestimmten Vorlauftemperaturen das Auslangen - eventuell nach Tausch knapp dimensionierter Radiatoren - dann kann eine Wärmepumpe alleine (monovalent) den Heizbetrieb übernehmen. Werden sehr hohe Vorlauftemperaturen benötigt, sollte ein bivalenter Betrieb geprüft und durchgerechnet werden: dabei heizt eine Wärmepumpe bis zum Bivalenzpunkt. An jenen Tagen, an denen höhere Temperaturen benötigt werden, geht der bisherige Kessel in Betrieb.
Auch Kühlen ist möglich
Große Bauten wie Bürogebäude, Krankenhäuser oder Hotels werden heute meist klimatisiert. Der architektonische Trend zu sehr großen Fensterflächen und die steigenden Komforterwartungen der Gesellschaft erfordern eine leistungsfähige Klimatisierung. Dabei gilt es unterschiedliche Anforderungen gleichzeitig zu erfüllen. Während das Gebäude prinzipiell beheizt werden muss, sind Serverräume oder Räume mit starker Sonneneinstrahlung zu kühlen. Komplexe Haustechniksysteme sind erforderlich um einerseits beide Anforderungen zu erfüllen und andererseits die anfallende Abwärme oder Kälte nicht ungenutzt nach außen abzuleiten.