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Mit Leichtbauweise zu einem Raumgewinn von 15 m2

Ein Grund für den starken Anstieg an errichteten Passivhäusern ist die Förderung der Länder. Vorarlberg hat dabei eine Vorreiterrolle übernommen. Seit 1.1.2007 werden im westlichsten Bundesland bei mehrgeschossigen Wohnbauten nur mehr Gebäude in Passivhausstandard gefördert. Der Leichtbau hat hierbei im Hinblick auf Know-How und Innovation die besseren Karten.

"Grundsätzlich kann ein Passivhaus in Leicht- und in Massivbauweise errichtet werden. Allerdings haben die Holzbauer viel früher erkannt, welche Chancen in dieser energieoptimierten Bauweise stecken und entsprechend in die Entwicklung investiert", erklärt Ing. Günter Lang, Geschäftsführer der IG Passivhaus Österreich (Interessensgemeinschaft Passivhaus).

 

Der hohe Grad der Vorfertigung in den Holzbaubetrieben ist seiner Einschätzung nach ein entscheidender Vorteil: "Wir haben Leichtbauten und Massivbauten hinsichtlich ihrer Luftdichtheit überprüft, ein entscheidendes Kriterium für das Passivhaus. Das Ergebnis war eindeutig: 18 der 20 besten Objekte waren in Leichtbau ausgeführt."

Wohnraumgewinn bis zu 15 m2

Was sich Bauherren vor allem wünschen ist Energieeffizienz, ein schneller Baufortschritt und möglichst hohe Wirtschaftlichkeit. Aus diesem Grund entscheiden sich immer mehr Menschen für ein Passivhaus und damit meistens für einen Leichtbau. Viele Vorteile der Leichtbauweise liegen auf der Hand.

 

Der hohe Vorfertigungsgrad und die Vermeidung langer Trocknungszeiten bringen einen raschen Baufortschritt und damit besonders hohe Wirtschaftlichkeit mit sich. Schlanke Konstruktionen selbst bei hohen Dämmdicken bringen bis zu 10% mehr Wohnfläche. Bei einer Wohnnutzfläche von 150m2 bedeutet das einen Gewinn von 15m2 - oder in anderen Worten ein zusätzlicher Raum.

Im Hinblick auf Nachhaltigkeit entspricht die Bauweise höchsten ökologischen und ökonomischen Ansprüchen. Dazu kommt, dass Leichtbaukonstruktionen extrem flexibel sind und sich modernen Anforderungen problemlos anpassen können. Das gestiegene Bedürfnis nach Veränderbarkeit in der zeitgenössischen Architektur kann bestens bedient werden.

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Helmut Melzer
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