PCP gehört zur Gruppe der halogenorganischen Verbindungen. Sie enthalten die Elemente Chlor, Fluor, Brom oder Jod (Halogene). Wir finden sie in Treibgasen (FCKW), in Holzschutzmitteln (PCP, Pentachlorphenol), und eben bei Kunststoffen und dauerelastischen Dehnfugen (PCB)
Was sind PCBs?
PCBs werden aufgrund ihrer Lösungseigenschaften, ihrer thermischen Stabilität, Chemikalienresistenz, hohen Dielektrizitätskonstante und flammhemmenden Wirkung in Transformatoren, als Weichmacher in Lacken und Klebstoffen, in dauerelastischen Fugendichtstoffen angewendet.
In der Zwischenzeit ist ihr Einsatz verboten und Abfälle gelten als Sondermüll, die bei über 1200° thermisch entsorgt werden müssen. Die Umweltpersistenz der PCBs ist nahezu unbegrenzt.
Wirkung:
PCBs wirken ähnlich wie Dioxine, mit denen sie im übrigen immer verunreinigt sind. Sie sind Nerven-, Hirn- und Lebergifte, durchbrechen die Plazentaschranke und rufen Missbildungen hervor. Gespeichert werden sie vor allem im Fettgewebe, von wo aus sie in die Muttermilch gelangen. Schwangere, Ungeborene und Säuglinge sind besonders stark gefährdet.
Einsatz:
Im Gebäudebereich wurden große Mengen von dauerelastischen Dichtungsmassen auf Polysulfid-Kautschukbasis in den Verbindungsfugen zwischen Betongroßtafelelementen ("Plattenbauten") in den Jahren 1960-75 angewendet. Ob Raumluftbelastungen vorliegen, bedarf es der chemischen Analyse und kann nicht durch Geruch festgestellt werden. Manche Experten schätzen die Sanierungsproblematik von PCB höher ein als die von Asbest.
Maßnahmen:
- Messung der PCB - Raumluftkonzentration
- Sanierungsmöglichkeiten der Gebäude sehr aufwendig und derzeit noch nicht schlüssige Sanierungskonzepte
- Entsorgung von PCB-hältigen Produkten als Sondermüll