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Was soll erledigt werden?

Wo? (PLZ)



1: Heizkessel
2: Sonnenkollektoren
3: Solaramaturengruppe
4: Solar-Speicher
5: Ausdehnungsgefäß

Planung und Auslegung von Solaranlagen

Nur Warmwasserbereitung
Für optimale Sonnenenergienutzung sollte die Kollektorfläche möglichst nach Süden ausgerichtet, zwischen 30 und 60° Neigungswinkel aufweisen und zu keiner Tageszeit beschattet sein. 1,5 - 2 m² Kollektorfläche pro Person und 50 - 75 l Speicherinhalt pro m² Kollektorfläche reichen aus, um mit hohen solaren Deckungsgraden optimalen Warmwasserkomfort zu erreichen. Besonders bewährt haben sich bei Ein- und Zweifamilenhaushalten Standardanlagen mit 4 - 8 m² Kollektorfläche und Speicherinhalten von 300 - 500 l.

1: Heizkessel
2: Sonnenkollektoren
3: Solaramaturengruppe
4: Solar-Kombi-Speicher
5: Ausdehnungsgefäß

Solar-Energie

Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier!

Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung

 

Sonnenenergie nicht nur zur Warmwasserbereitung, sondern auch zur Heizungsunterstützung heranzuziehen, bedeutet alle Möglichkeiten auszuschöpfen, mit konventioneller Energie sparsam umzugehen. Zu berücksichtigen ist aber, dass das solare Energieangebot zeitlich genau gegengleich zum Heizwärmebedarf verläuft.

 

In Kombination mit konventionellen Wärmeerzeugern werden heute schon effiziente Lösungen solarer Heizungsunterstützung oder teilsolarer Raumheizung angeboten. Mit Kollektorflächen von ca.12 bis 24 m² und Ein- oder Mehrtagespufferspeichern von 800 – 2.000 l Inhalt werden solare Deckungsgrade erreicht, die ein interessantes Energiesparpotential beinhalten.

 

Entscheidend: Die Systemtechnik
Gleichgültig, ob die Solaranlage nur für Warmwasserbereitung oder auch für Heizungsunterstützung eingesetzt wird. Entscheidend ist, dass sie als Komponente des gesamten Heiz- bzw. Warmwasserversorgungssystems gesehen wird, und so im Zusammenspiel mit den anderen Wärmeerzeugern eine umweltgerechte, wirtschaftliche und preiswerte aber auch den Komfortansprüchen des Benutzers entsprechende Lösung bietet. Es ist vorteilhaft, sämtliche Komponenten der Heizungsanlage aus einer Hand zu beziehen, und die Installation vom geschulten Fachmann durchführen zu lassen.

 

Voraussetzung
Folgende Voraussetzungen sollten jedoch gegeben sein, um Sonnenenergie auch für die Heizung zu nutzen:

  1. Niedrigenergiebauweise:
    Gute Wärmedämmung zur Erreichung geringer Heizlasten und eines jährlichen Heizenergiebedarfs von ca. 30 - 60 kWh/m² Wohnfläche.
  2. Niedrigtemperaturheizsysteme:
    Da der Kollektorwirkungsgrad umso höher ist, je geringer die Kollektorarbeitstemperaturen sind, sollte ein Wärmeverteilsystem installiert werden, das mit möglichst niedrigen Temperaturen das Auslangen findet. Fußbodenheizungen und Wandheizungen oder Niedrigtemperaturheizkörper bieten dafür ideale Voraussetzungen.
  3. Das richtige System
    Ein oft eingesetztes Anlagensystem für solare Heizungsunterstützung ist ein aus Solar- Wassererwärmer und Energiespeicher bestehendes Zweispeichersystem, sehr häufig verwendet werden aber auch Ein- oder Kombispeichersysteme mit integriertem Warmwasserspeicher oder externen Durchflusswassererwärmer

Bei Heizleistungen von weniger als 10 kW wird schon mit Pufferinhalten von 800 – 3.000 l  und Kollektorflächen ab 12 m² ein Teil des Energiebedarfs für die Heizung gedeckt. Je nach Höhe des Bedarfs und den Auslegungstemperaturen des Heizsystems sind 15 - 20 % der Wohnfläche als Richtwert für die Auslegung der Kollektorfläche anzunehmen. Mit Hilfe von Computerprogrammen lassen sich die zu erwartenden Solarenergieerträge und Anlagennutzungsgrade etwas exakter abschätzen.

Kommentare oder Fragen an Experten, unsere Redaktion oder andere User posten!

Helmut Melzer
Gerald 26.05.2011

Meine Frage an den Experten bezieht sich auf ein Haus (Altbau mit Innenisolierung mittels Heraklitplatten), dass nur zeitweise genutzt wird. Bis zu welchen Grad ist es möglich den "Frostschutz", sagen wir ca. 10° Raumtemperatur, mittels Solarthermie sicherzustellen. Das derzeitige Heizungssystem basiert auf einer Kombination aus Öl und Holz, mit einem Pufferspeicher und "normalen" Heizkörpern, also keine Niedertemperaturheizung.

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