Einmal auftanken und wir merken es: Die Rohstoffe sind gestiegen, ganz besonders beim Erdöl. Leider ist es dabei mit Tanken und Heizen noch lange nicht abgetan. Auch andere Rohstoffe wie Stahl, Holz, Leder und viele mehr ziehen nach. Und im Endeffekt sind sehr viele Bereiche unseres täglichen Lebens davon betroffen.
Polstermöbel und Rohstoffe
Erdöl ist ein wichtiger Bestandteil bei der Produktion von Schaumstoffen, die zur Polsterung bei Polstermöbel und Matratzen verwendet werden. Wird Erdöl teurer, dann werden in der Folge auch die Schaumstoffe teurer und alle Erzeugnisse daraus. Die Teuerung macht in diesen Bereichen mittlerweile gut 25% aus. In Polstermöbeln befinden sich neben Schaumstoffen aber auch Holz- und Stahlteile.
Stahl ist teurer geworden weil das boomende China am Weltmarkt mehr oder weniger alles aufkauft, was es zu kaufen gibt. Und in der Wirtschaft bestimmt nun mal Angebot und Nachfrage den Preis. Die Verteuerung bei Holz ist auf die derzeitige enorme Pelletsproduktion zurück zu führen. Mittlerweile wird nämlich nicht nur so genantes Bruchholz zu Pellets verarbeitet, sondern auch "gutes Möbelholz".
Bei vielen Bezugsstoffen von Polstermöbeln, vor allem bei Leder, gibt es auch entscheidende Preissteigerungen. China ist dabei wieder der Sündenbock. Vor allem das preisgünstigere "dünne" (1mm starke) Leder wird verstärkt aufgekauft und auch hier bestimmen Angebot und Nachfrage mittlerweile einen teureren Preis, der bei gut 10% liegt. Beim stärkeren Leder (3mm) macht die Preissteigerung lediglich 3 - 4% aus, aber das macht auf gut Deutsch das Kraut auch nicht mehr fett.
Was macht's unterm Strich aus?
Polstermöbel werden im Schnitt ab Jänner zwischen 10% und 20% teurer werden. Industrie und Handel können zwar einen Teil der Rohstoffteuerungen abfangen, aber der Rest wird an den Konsumenten weitergegeben und spiegelt sich im Kaufpreis wider. Also, wer neue Polstermöbel sucht oder auch eine neue Matratze, der sollte noch heuer zuschlagen.