Wohnnet
Header Leute Wohnnet
Mein Wohnnet und Suche
Mein Wohnnet
Mobile Hauptmenue
Mobile Lupe
Find us on Facebook
Handwerkerbörse Icon
Handwerkerbörse
Was soll erledigt werden?

Wo? (PLZ)



Tipp

Putzarbeiten erfordern eine besonders genaue Bauüberwachung! Laufendes Bautagebuch und laufende Fotodokumentation helfen bei möglichen Gewährleistungsstreitigkeiten.



Putzschäden

Verputz ist ein sensibler Baustoff, der falsche Ausführung oder diesbezügliche falsche Planung sofort durch sichtbare Schäden (Rissbildung, Zerstörung der Oberfläche, Feuchtigkeitsschäden, Verfärbungen usw.) aufzeigt.

Ursache
Als Ursache kommen hauptsächlich in Betracht:

  • Falsche, nicht fachgerechte Vorbereitung des Untergrundes
  • Falsche oder mangelhafte Putzmaterialien
  • Falsche Verarbeitung der Putzmaterialien
  • Fehlerhafte Baumaßnahmen vor und nach der Putzherstellung
  • Äußere Einflüsse


Untergrund
Ist der Untergrund bereits fehler- und mangelhaft, so kann der Verputz diese nicht beseitigen. Der Untergrund muss rau und sauber sein und muss so vorbereitet sein, dass eine gleichmäßig gute und gleichartige Putzhaftfläche vorhanden ist. Mauerfugen, Lufträume, grobe Unebenheiten, verschiedene Mauerwerksarten bewirken, dass der Putz ungleichmäßig dick, aber auch stellenweise zu dick oder zu dünn ist, nicht gleichmäßig haftet und somit bei Nässe. Frost, Hitze sich nicht gleichmäßig verhalten kann. Dies zeigt sich durch Spannungsrisse, ablösende Putzflächen, Abzeichnung von Fugen, bei gefrorenem oder zu trockenem Untergrund kann der Putz in Flächen abfallen.

Putzmaterialien
Putzbindemittel wie z.B. Kalk, Zement, Gips werden nach Normen hergestellt und entsprechend gekennzeichnet. Wenn nicht normgerechte Bindemittel verwendet werden, diese falsch gelagert oder aufbereitet werden, oder die Sande sind ungeeignet (z.B. lehmig, verschmutzt nicht in entsprechender Korngröße) sind die Folgen Rissbildung, Absanden oder Ausblühungen (bei verunreinigtem Wasser).

Verarbeitung
Grundsätzlich sind Verarbeitungsanweisungen von Lieferfirmen und auch von Normen o.ä. genau einzuhalten. Schlecht gelöschter Kalk bewirkt kraterförmige Putzabsprengungen. Hat der Vorspritzer noch nicht richtig abgebunden können beim Verputz durch Abdrücken Hohlräume entstehen und der Putz fällt ab. Falsche Mischungsverhältnisse z.B. zuviel Zement bei Kalkmörtel führen zu Putzrissen.
Ist die Lufttemperatur zu hoch können Schwindrisse entstehen. Wird bei glatten Putzen zu lange geglättet, so entstehen Schwindrisse. Werden bei Putzarbeiten bei zu niedrigen Temperaturen Frostschutzmittel beigemengt, so zeigen diese sich später als Ausblühungen.

Baumaßnahmen
Bei Gipsputzen oder Putzen mit Gipsanteil schlägt der Rost von ungeschützten Stahl- und Eisenteilen (z.B. Nägel) durch und kann zu Abplatzungen führen.

Ungeschütztes Holz kann durch Trocknen oder Quellen zu Rissen führen. Unterschiedliche Wärmedämmeigenschaften bei Außenwänden z.B. bei Heizkörpernischen führen infolge ungleichmäßiger Wärmedehnungen zu Rissen.

Werden zwischen Putz und Blechflächen keine Fugen angeordnet und diese dauerelastisch gegen Wasser geschlossen, kommt sonst es infolge der Blechdehnungen zu Putzabsprengungen.

Abdichtungen, Holz, Stahl bzw. alle Bauteile die sich anders betr. Dehnung bei Wärmeänderungen oder Feuchtigkeit  anders verhalten als das Mauerwerk sind mit Putzträgern zu überspannen, da sich sonst die Materialien als Risse bemerkbar machen. Werden Gebäudedehnfugen nicht fachgerecht (z.B. mit Dehnfugenprofilen) ausgebildet, kann es zu Putzabsprengungen kommen.

Stossen Trockenputz oder Gipskartonplatten und Verputz aneinander und werden diese Anschlüsse mit Gewebebänder verdeckt, reißen diese auf, weil sich die Materialien unterschiedlich verhalten. Diese Fugen müssen offen ausgeführt werden und können gegebenenfalls dauerelastisch geschlossen werden.

Äußere Einflüsse
Außenputze, die stark dem Regen ausgesetzt sind (das Regenwasser wird nicht von der Fassade z.B. durch Dachüberstände, Gesimse, Fensterbänke etc. abgeleitet), durchnässen stark, blühen aus, und es kommt infolge von Frostschäden  zu Abplatzungen

Putze im Sockelbereich sind dem Spritzwasser ausgesetzt und werden, wenn sie in diesem Bereich nicht entsprechend ausgeführt werden (z.B. Zementputz) ansonsten durchnässt,  blühen aus, und es kommt infolge von Frostschäden zu Abplatzungen.

Unterschiedliche Setzungen von Gebäuden zeigen sich als Putzrisse (Setzungsrisse). Werden Decken zu stark oder ungleichmäßig belastet kann sich die Durchbiegung der Decke als Risse bemerkbar machen. Wirken auf Wände oder Decken Kräfte aus stoßartigen Belastungen ein (z.B. das Schließen von Türen, Fenster) so kann es zu Rissbildungen kommen.

Kommentare oder Fragen an Experten, unsere Redaktion oder andere User posten!

Helmut Melzer
<< voriger Artikel nächster Artikel >>

Außendämmsysteme

Bei diesem System liegt die Wärmedämmung außen, hierdurch wird die Speicherfähigkeit der Massivbauteile unterstützt, ...
 

Verputzarbeiten

Der Putz ist eine Schicht auf den Rohwänden, die die Wänd...
 

Innenverputz

Im Innenbereich ist der Putz Schall- und Brandschutz sowi...
 

Bauzeitplan&Abnahme 

Nehmen Sie auf keinen Fall irgendeine Leistung alleine, ohne Ihren Fachmann, ab

Bau-Qualitätssicherung 

Hält Ihr Bau was er verspricht? So stellen Sie rasch und sicher diverse Mängel fest.

Bauleitung&Kontrolle 

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Wohnnet zeigt Ihnen wie.

Fehler des Bauherrn 

Sparen an falscher Stelle: In der Folge Fehler, die der Bauherr nicht machen sollte.

Bauleiter-Aufgaben 

Der Bauleiter vertritt die Interessen des Auftraggebers auf der Baustelle...