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Was soll erledigt werden?

Wo? (PLZ)



Grafik: Kreutzer, Fischer & Partner

Überfordern neue Technologien die ausführenden Betriebe?

Sowohl Bauträger als auch private Bauherren stöhnen immer lauter über Qualitätsmängel am Bau. In einer empirischen Erhebung wurde der Status Quo erstmals festgemacht. Die Ergebnisse sind noch schlimmer als erwartet. "Die Ergebnisse sind wirklich alarmierend", meint Andreas Kreutzer, Geschäftsführer von KREUTZER FISCHER & PARTNER und Projektleiter der Studie Bauen & Wohnen in Österreich. In fast 90% aller Wohnbau-Projekte muss nach der ersten Bauabnahme in mehr als drei Gewerken nachgebessert werden. In 54% der Fälle mussten vor Bezug der Wohnungen noch schwere Qualitätsmängel behoben werden. Bei 42% aller Projekte kam es zu erheblichen terminlichen Verzögerungen. In 54% aller Wohnbau-Projekte mussten noch vor Bezug schwere Qualitätsmängel behoben werden.

Salopper Umgang mit Terminen und Qualitätsbegriffen
In 620 Interviews mit gewerblichen und privaten Bauherren wurde die Arbeitsqualität des Bau- und Baunebengewerbes in den Jahren 2003/2004 erhoben. "In wohl keiner anderen Branche wird derart salopp mit Qualität und Terminen umgegangen wie im Bau- und Baunebengewerbe. Von handwerklicher Ehre ist da nicht mehr viel übrig", meint Kreutzer. In der Tat werden Nachbesserungen bereits von vornherein einkalkuliert und auch terminliche Verzögerungen machen keinen Bauleiter mehr nervös. Terminzuverlässigkeit ist eher die Ausnahme als die Regel.

Ursachen und Gründe
Dies liegt aber nicht alleine am Unvermögen der Betriebe, sondern ist Resultat einer Marktentwicklung, welche die Baubranche auch in den kommenden Jahren noch intensiv beschäftigen wird. Während sich die Baukosten seit 1990 um mehr als 45% erhöhten, konnten Preiserhöhungen nur im Ausmaß von 34% realisiert werden. Die Differenz von 11% mussten die Betriebe quasi "schlucken". Qualitätsmangel ist Folge eines enormen Kostendrucks. Die überproportionalen Kostensteigerungen stammen zur Gänze aus dem Titel Personalkosten. So stieg alleine der Tariflohn seit 1990 um 55%.

Quelle: Kreutzer, Fischer & Partner.
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