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Zisternen profitieren von der Aufwertung des Gartens

Die Nachfrage nach Zisternen zur Regenwassernutzung steigt kontinuierlich. 2006 wurden bereits 122.500 Zisternen abgesetzt (+3,4% geg. VJ). Im Vergleich zu einfachen Regenwasserbottichen überzeugt das Kosten-Nutzen-Verhältnis von stationären Zisternen allerdings nicht, analysieren KREUTZER FISCHER & PARTNER in einer aktuellen Studie.
Regenwasserbottiche verzeichnen seit 2003 konstante Zuwachsraten. Der Absatz wuchs von 108.000 (2003) auf 118.000 (2006) Einheiten. Bis 2008 prognostiziert KFP eine weitere deutliche Zunahme auf 129.000 Stück. Grund für diese positive Entwicklung ist vor allem die Aufwertung des heimischen Gartens.

Stationären Zisternen fehlt es allerdings noch an Durchschlagskraft. Die Nachfrage belief sich 2006 auf lediglich rd. 3.500 Einheiten. Zwar wächst der Markt für stationäre Systeme jährlich um etwa 3%, von einer breiten Akzeptanz ist das Produkt jedoch noch weit entfernt.

Regenwassernutzung ist vernünftig
Regenwassernutzung ist in der heimischen Bevölkerung prinzipiell als vernünftige Sache anerkannt. Grundsätzliches Problem der stationären Zisternen ist jedoch das Preis/Leistungsverhältnis. Der Durchschnittspreis einer stationären Zisterne beträgt rd. € 2.500,- (exklusive Aushub und Verlegung der Anlage). Im besten Fall können pro Person und Tag von 140 Litern verbrauchtem Wasser 70 Liter durch die Regenwassernutzung eingespart werden. In einem 4-Personen-Haushalt sind das somit pro Jahr 102.200 Liter, gleichbedeutend mit einer Ersparnis von rd. € 123,- pro Jahr. Berücksichtigt man dann noch 36.000 Liter Ersparnis fürs Garten gießen (€ 36,-) ergibt das in Summe eine jährliche Ersparnis von € 166,- für eine 4-köpfige Familie mit 600m2 Garten. Die Amortisationsdauer liegt somit bei über 15 Jahren (Austausch von Filtern etc. noch gar nicht berücksichtigt). In Anbetracht dessen verwundert es nicht, dass über 97% der Zisternen mobil sind, sprich einfache Bottiche oder Regenwassersäulen. Der Durchschnittspreis beträgt hier nur rd. € 30,-.

Baustoffhandel dominierender Vertriebsweg
Bei mobilen Zisternen gehen rd. 46% über den Baustoffhandel, bei stationären Systemen, wo die Beratung und der fachgerechte Einbau eine bedeutende Rolle spielen sind es sogar rd. 76%. Baumärkte bedienen rd. 18,8% der Nachfrage nach stationären Zisternen (+0,8%-Punkte seit 2003) und bereits knapp 42% nach mobilen Systemen.

 

Zisternen in Ö

2003

2004

2005

2006

2007 (Prog.)

2008 (Prog.)

Umsatz in Mio. €

6,5

6,8

7,1

7,5

8,0

8,5

Absatz in 1.000 Einheiten

112,3

115,4

118,5

122,6

128,7

133,8

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