Ein Kaminofen wird wie ein Auto „eingefahren", d. h. man beginnt beim ersten Anheizen mit einer vorsichtigen Bestückung und läßt das Feuer mit relativ kleiner Flamme einbrennen.
Kaminöfen werden bei geschlossenen Feuerraumtüren und eingeschobener Aschenlade angezündet. Dabei sorgen ein spezielles Zugventil (bei vollständiger Öffnung) und ein vertikaler Luftschlitz an der Aschenladenblende für guten Zug. Nach dem Anzünden empfiehlt es sich, das Feuer 10-15 Minuten bei offenem Zugventil und offener Rauchrohr-Drosselklappe brennen zu lassen.
Wesentlich: die Luftführung
Entscheidend für die Güte der Verbrennung im Brennraum ist die Luftführung. Je genauer die Verbrennungsluft zu steuern ist, desto effektiver brennt der Kaminofen. Primärluft wird vorwiegend zum guten Abbrand von Briketts und Kohle benötigt, die von unten nach oben brennen, während die Sekundär-luft beim Holzfeuer und der gründlichen Nachverbrennung der unverbrannten Heizgas-Bestandteile eine Rolle spielt.
Die bei der Verbrennung entstehenden Rauchgase ziehen nach oben und entzünden sich durch die an der Top-Platte eintretende Luft nochmals. Die Verbrennung erfolgt dadurch vollständiger, umweltfreundlicher, und die Heizleistung steigt.
Primärluft tritt unten durch den Rüttelrost ein und verbrennt zuerst. Sekundärluft gelangt - über die Sekun-därlufüklappe und einen Luftkanal an der heißen Ofenwand schon vorgewärmt -von oben in den Brennraum. Gleichzeitig werden so die Glastüren klargespült.
Eine Vorwärmung der sekundären Verbrennungsluft, die über das Feuer zur Restverbrennung der aufsteigenden Holzgase geführt wird, gewährleistet der vor der Glastür liegende Vertikalluftschlitz. Die Zuluftmenge läßt sich durch das an der Aschenlade liegende Zugventil regeln. Um die maximale Zuluftmenge zuzuführen, ist der rechtsliegende Rüttelrost-schieber ganz herauszuziehen.
Welche Heizmaterialien?
Ideale Heizmaterialien sind Holz oder Holzkohlenbriketts, wobei die Beheizung mit Briketts eine andere Auskleidung des Heizraums erfordert.