Angegriffenes Mauerwerk - was tun?

Risse, feuchte Stellen, Schimmel: Spätestens nach der Heizperiode machen sich die typischen Mauerwerksschäden bemerkbar. Was Sie selbst sanieren können und wo der Profi ran muss, erfahren Sie hier.

Die Ursache von Feuchtigkeitsschäden im Mauerwerk sind meist Salze, die sich im Untergrund bilden und durch Kristallisation und den einhergehenden Druck das Abplatzen der Farbe auslösen. Das Eindringen und Gefrieren von Feuchtigkeit ist ebenso ein Grund. Stellen Sie also feuchte Flecken, abgeblätterte Farbe bzw. Putz oder gar Schimmel an Ihrer Hausmauer fest, muss die Ursache auf jedne Fall vom Profi erkundet und behoben werden.

Risse können Sie selbst sanieren

Handelt es sich hingegen nur um kleine Putzrisse, können Sie ohne weiteres selbst Hand anlegen. Im Normalfall genügt schon eine Armierungsschicht unter dem Anstrich. Dazu verwenden Sie Spachtelmasse mit oder ohne Kunststoffteilchen. Spachtelmasse mit Kunststoffzusätzen hat den Vorteil, dass die Masse elastischer und besser zu verarbeiten ist.

Und so funktioniert's

Größere Putzrisse müssen immer einzeln geschlossen werden. Dazu verwendet man spezielle Dichtmassen, die im Fachhandel erhältlich sind.

  1. Fahren Sie die Ränder nach dem Säubern des Risses und dem Entfernen lockerer Putzreste mit dem Spachtel nach und schrägen Sie sie leicht ab.
  2. Verdünnen Sie die Grundierung mit etwas Wasser und tragen Sie die Dispersionsgrundierung mit einem Pinsel vorsichtig auf.
  3. Füllen Sie den Riss anschließend mit der Dichtmasse.
  4. Glätten Sie zum Abschluss die bearbeitete Stelle mit einer Spachtel.
  5. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, eine Armierungsmatte zu kleben. Das meist selbstklebende Gitterband wird direkt über den Riss geklebt. Gekrümmte Risse überkleben Sie mit mehreren geraden Streifen.
  6. Jetzt können Sie den Riss mit Spachtelmasse überspachteln. Wenn Sie die Spachtelmasse anrühren, geben Sie immer zuerst das Pulver in das Wasser, um die Konsistenz gut  kontrollieren zu können. Ziehen Sie die Spachtelmasse noch ein gutes Stück über die Schadstelle hinaus.
  7. Nehmen Sie den Feinschliff erst nach der vollständigen Trocknung vor.

Noch ein Tipp: Wenn Sie Gips verwenden, achten Sie auf die stärkere Saugfähigkeit der sanierten Stelle. Grundieren Sie diese Stelle zusätzlich noch mit Tiefengrund. Mehlende Putz-, Beton- oder Farbschichten werden ebenso mit einer verfestigenden Tiefengrundierung vorbehandelt.

 
 


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Datum: 02.03.2017

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