Sandstrahlen – Reinigung bis in die kleinste Ritze

Alte Oberflächen erneuern ist einer der Schwerpunkte beim Renovieren und Sanieren. Doch manchmal haben sich Schmutz, Farben oder Rost so fest mit dem Untergrund verbunden, dass schweres Gerät eingesetzt werden muss. Sandstrahlen bietet da oft die beste, weil chemiefreie Lösung.

Wer sich beim Sanieren mit altem Gemäuer auseinandersetzt, kennt das Problem: Entweder muss der alte Putz runter und durch einen neuen ersetzt werden. Oder die Oberfläche ist bereits so verunreinigt, dass mit einer Bürste nicht alles restlos beseitigt werden kann. Mit Wasserdruck kann auch nicht gearbeitet werden, weil sonst zu viel Feuchtigkeit ins Gemäuer eindringt.

Die Lösung bietet das Sandstrahlen. Per Hochdruck werden sogenannte Strahlmittel wie Granatsand, Korunt oder Glasperlen auf das Objekt geschossen, mit denen sich die unerwünschten Partikel effektiv von der Oberfläche trennen lassen. Quarzsand wird auch gelegentlich verwendet, ist aber stark gesundheitsgefährdend und nicht zuletzt deshalb zumindest in Deutschland bereits verboten.

 
wohnprojekt.blogspot.com © wohnprojekt.blogspot.com

Aus dunklem 70er Jahre Chic wird dank Sandstrahlen ein freundlicher, moderner Look.

Stein, Metall und vor allem Holz

Aber nicht nur altes Mauerwerk erstrahlt durch Sandstrahlen wieder wie neu, auch Möbelstücke oder Wand- bzw. Deckenverkleidungen aus Holz erhalten nach einer Hochdruckbehandlung wieder ihr ursprüngliches Erscheinungsbild. Und nicht nur das: werden unbehandelte Holzflächen gesandstrahlt, treten die Jahresringe deutlicher hervor. Dadurch bekommt das Holz eine noch schönere und plastischere Struktur. Ganz wichtig: händisches Nachbearbeiten mit feinem Schleifpapier ist in jedem Fall unumgänglich. Selbst sehr umsichtig ausgeführtes Sandstrahlen hinterlässt kleine Rillen.

Nichts für den Heimwerker

Einen (kleinen) Wermutstropfen gibt es dann doch. Sandstrahlen ist in der Regel nichts für den Heimwerker. Zwar gibt es im Baumarkt kleinere Kompressoren und weiteres Zubehör, aber die Strahlmittel sind sehr teuer. Wer sich nicht eine spezielle Sandstrahlkabine baut, um die Mittel mehrmals zu nutzen, zahlt schnell drauf. Vom anfallenden Schmutz, der im Zweifel nie wieder aus der Hobbywerkstatt raus geht, ganz zu schweigen. Und Finger weg vom Sandstrahlen im Freien! Außerdem ist nicht jedes Strahlmittel für jede Oberfläche geeignet. Wer sich nicht auskennt, richtet im Zweifel mehr Schaden an, als restauriert wird. Wer nicht wirklich geschickt ist und sehr häufig Sandtrahlen muss, sollte besser den Profi ranlassen. Die Preise halten sich in Grenzen – das Ergebnis ist aber deutlich hochwertiger.


AutorIn:

Datum: 15.02.2016

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben