Hand in grünem Handschuh malt Holzbretter auf Terrasse mit Pinsel und Glas Behälter auf Wiese im Freien.

Holz Beizen © Shutterstock

Holz beizen: So wird es richtig gemacht

Eine beliebte Oberflächenbehandlung von gewachsenem Holz und Furnier ist das Beizen. Dadurch kann der natürliche Farbton verstärkt oder verändert, die Holzmaserung betont und kontrastiert oder aber der originale Farbton des Holzes betont werden.

Holz beizen ist ein Prozess, der die Farbe des Holzes verändert und seine natürliche Struktur betont. Das Endergebnis ist von der Holzart, dem Beiztyp und der Oberflächenbehandlung abhängig. Es empfiehlt sich, die Beize zunächst an einer unauffälligen Stelle zu testen

Wussten Sie?

Gebeizt wird mit färbenden Flüssigkeiten, wobei die Färbung entweder durch chemische Umwandlung oder durch gelöste Farbstoffe entsteht.

Welche Beizarten gibt es?

Experten sprechen von positivem und negativem, farbgebendem und chemischem Beizen. In Spiritus gelöste Pulverbeizen haben den Vorteil, dass sie die Holzfasern nicht mehr aufstellen und daher ein Nachschleifen nicht mehr nötig ist. Bei wasserlöslichen Beizen könnten sich Furniere eventuell ablösen, wellig werden oder beim Nachglätten durchgeschliffen werden.

Schritt 1: Vorbereitung

Entfernen Sie zuerst alle Metallbeschläge vom zu beizenden Holzmöbel und reinigen Sie die Oberfläche gründlich von allem Staub und Schmutz.

Schritt 2: Holz wässern

Nun wird "gewässert". Dabei bitte das Werkstück nicht "ertränken", sondern mit einem sattfeuchten Tuch oder Schwamm benetzten. So stellen sich die Holzfasern auf und die Beize kann tief eindringen.

Schritt 3: Trocknen und anschleifen

Anschließend sollten Sie das Werkstück lufttrocknen lassen und schließlich mit feinem, mindestens aber 240er-Papier, die Faserspitzen drucklos abnehmen. Entfernen Sie dann alle Schleifreste sorgfältig.

Schritt 4: Beize auftragen

Rühren und schütteln Sie die Beize gut, bevor Sie loslegen. Tragen Sie unbedingt Handschuhe, da Sie sonst Ihre Hände mitbeizen. Tragen Sie jetzt die Beize gleichmäßig mit einem Pinsel mit Kunststoffmanschette auf. Pinseln Sie zuerst in Maserrichtung, dann quer dazu und abschließend wieder in Maserrichtung.

Bei größeren Mengen oder Flächen kann Beize auch mit einem Farbsprühgerät aufgetragen werden. Sollte sich die Oberfläche nach dem Beizen wieder rau anfühlen, wird mit einem feinen Schleifpapier oder Stahlwolle nachgeglättet. Abschließend werden die letzten Schleifrückstände mit einem Tuch entfernt.

Schritt 5: Beize trocknen lassen

Das Werkstück sollte nun etwa 15 Minuten antrocknen, überschüssige Beize mit einem weichen Lappen entfernt und das Stück danach mindestens vier Stunden, noch besser aber über Nacht, trocknen können. Gegebenenfalls muss der Vorgang nach einem leichten Anschliff wiederholt werden, bis das Ergebnis den Erwartungen entspricht.

Schritt 6: Oberfläche versiegeln

Nach vollständiger Trocknung sollten Sie das Holz mit Lack, Öl oder Wachs versiegeln, um es vor Feuchtigkeit zu schützen. Achten Sie darauf, dass das Versiegelungsmittel zur verwendeten Beize passt.

Veronika Kober
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